Telekommunikation und Smartphones: Apple iPhone 4S: Siri im Praxistest

Neben einigen Verbesserungen an der Hardware ist die wohl wichtigste Innovation bei Apples iPhone 4S der sprachgesteuerte persönliche Assistent Siri. Obwohl die Software laut Apple noch nicht ganz ausgereift ist, funktioniert sie im Praxistest erstaunlich gut - und macht dabei auch noch Laune.

Dass man heute trotz aller Technik noch nicht einfach sein Haus betreten und dem vollvernetzten Wohnruam "Licht an" und "Was läuft gerade im Fernsehen?" und "wie geht es meiner Tochter Lisa?" sagen kann, hat einen guten Grund: Das Verstehen menschlicher Sprache ist für Maschinen überaus schwierig. Dabei geht es nicht nur um das technische Aufnehmen der Schallwellen, Rausfiltern von Störgeräuschen und anderer Stimmen, eliminieren von Tonlagen und Verschnupfungen, Trennen des kontinuierlichen Sprachbreis in Wörter. Das ist noch vergleichsweise einfach.

Schwieriger ist es, bei gleichklingenden Wörtern das richtige zu wählen. Etwa die Silbe "stedt" bei Ortsnamen und "steht" als Verb. Da hilft nur ein Satz drumrum. Schon deshalb sollte man Siri mit ganzen Sätzen füttern. Das hilft beim Verstehen. Daneben gibt es auch noch Wörter mit mehreren Bedeutungen, im Kinderjargon als Teekesselchen bekannt. Auch solche Bedeutungen klären sich nur im Zusammenhang.

Und dann kommt die Grammatik, die man schon als Mensch in der Schule nie richtig kapiert hat, weil sie einer Logik folgt, die schon die alten Griechen in Verzweiflung gestürzt hätte. Bei einfachen Hauptsätzen verstehen auch Computer den Sinn eines Satzes, bei Nebensatz-Konstruktionen kaum noch einer. Aber in der Realität, gibt es unendlich viele gültige Sätze, weil man an jeden Satz, und sei er noch so lang, immer wieder ein Komma, schon gestaltet wie ein Säbel, aus dem Märchen, das wir vor kurzem im neuen Wohnzimmer, mit dem schönen neuen Sofa auf dem Teppich, gefunden haben, gebogen, anfügen kann. :-)