SoftM ist Vergangenheit: Comarch mit einheitlicher Markenstrategie

Der polnische Business-Software-Hersteller Comarch vereinheitlicht den Markenauftritt seiner heterogenen Produkte. So soll die Vermarktung des Gesamtportfolios leichter werden. Das bedeutet das Aus für die hiesige Traditionsmarke SoftM.

Janusz Filipiak, CEO von Comarch: »Durch das Rebranding können wir unsere Marketingaktivitäten besser bündeln und klarer fokussieren.«

Der auf mittelständische Kunden ausgerichtete Softwareanbieter Comarch harmonisiert seinen Markenauftritt. Sowohl die Namen als auch die Logos der Produkte sind künftig gleichartig gestaltet. »Comarch« fungiert dabei als Dachmarke, hinzu tritt in den Produktnamen die Softwarekategorie.

Auf dieser Grundlage will das Unternehmen seine Marketingaktivitäten für die verschiedenen Produkte bündeln und der Wiedererkennungswert der Marke Comarch erhöhen. Bisher hat der Anbieter sein Portfolio über unterschiedliche Produktnamen mit jeweils eigenen grafischen Darstellungen vermarktet.

Comarch will sich mit dieser Markenstrategie deutlicher als Anbieter eines Portfolios für mittelständische Unternehmen positionieren. »Mit verschiedenen, unabhängigen Marken ist dies nur bedingt möglich. Daher haben wir uns für einen einheitlichen Markenauftritt entschieden«, erklärt Janusz Filipiak, CEO der weltweiten Comarch-Gruppe und Vorstandsvorsitzender der hiesigen Tochtergesellschaft.

Bei der Vermarktung zahlreicher individueller Produktbrands tragen die einzelnen Aktivitäten nach der Erfahrung des Unternehmens wenig zur Stärkung der Hauptmarke bei, umgekehrt können die einzelnen Produkte wenig von einer zugkräftigen Hauptmarke profitieren. So hatte etwa die ERP-Linie Semiramis einen eigenen Auftritt, der sich grafisch und farblich von der Selbstdarstellung des Unternehmens Comarch ebenso wie vom Auftritt der anderen ERP-Produkte der IT-Firma unterschied. Künftig leiten sich alle Produktmarken vom übergeordneten Comarch-Auftritt ab. Die blaue Farbe des Comarch-Auftritts wird dabei durch einen Grünton ergänzt.

Im Bereich der betriebswirtschaftlichen Anwendungssoftware (Enterprise Resource Planning, ERP) ändert sich der Produktname »Semiramis« in »ERP Enterprise«, aus »Altum« (Applikationen für Handelsfirmen) wird »ERP Business«, und die »SoftM Suite« (Applikationen für Fertigungsunternehmen) heißt künftig »ERP Suite«. Vorangestellt wird jeweils der Unternehmensname »Comarch«. Im Bereich Dokumentenmanagement und Enterprise Content Management (DMS/ECM) heißt das Produkt »InfoStore ECM« nun »Comarch ECM«, aus »ECOD« wird »Comarch EDI«, aus »Loyalty« »Comarch CRM & Marketing«.

Comarch stellt Business-Software her und bietet ergänzende Dienstleistungen einschließlich Hosting sowie SaaS-Lösungen. Das Unternehmen hat seinen Sitz im polnischen Krakau und agiert international, es beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter in 17 Ländern. In Deutschland ist Comarch vor allem durch die Übernahme des ERP-Herstellers SoftM bekannt geworden. Nach dem Firmennamen verschwindet nun auch die Produktbezeichnung des 1973 in München gegründeten Unternehmens.