Synergien zwischen Daten- und Anwendungsintegration sollen genutzt werden: Talend übernimmt Sopera

Das Open-Source-Unternehmen Talend setzt seinen Expansionskurs fort: Der Softwarehersteller übernimmt den ESB-Anbieter Sopera und erweitert so sein bislang auf Datenmanagement konzentriertes Portfolio.

Bertrand Diard, Talend (Foto: Talend)

Konsolidierung gibt es auch im Open-Source-Umfeld. Aktuell kauft der aus Frankreich stammende Datenintegrationsspezialist Talend das deutsche Unternehmen Sopera, das einen Enterprise Service Bus (ESB) auf der Basis von Apache-Software anbietet. Datenintegration ist eine grundlegende Aufgabe in Data-Warehouse- und Business-Intelligence-Lösungen, aber auch bei operativen Applikationen wichtig, die beispielsweise durch einen ESB gekoppelt sind. Für das Business Process Management (BPM), das in einer serviceorientierten Architektur (SOA) auf einem ESB aufsetzt, will Talend mit den Open-Source-Anbietern Bonita Soft und Intallio zusammenarbeiten. Künftig sollen Cloud- und On-Premise-Szenarien gleichermaßen unterstützt werden.

Talend erweitert kontinuierlich seine Bandbreite. Vor ein paar Wochen hat das Unternehmen mit dem Open-Source-Anbieter Cloudera eine Partnerschaft geschlossen, um zur Handhabung sehr großer Datenmengen die bei der Organisation Apache angesiedelte quelloffene Technologie Hadoop leichter einbeziehen zu können. Ende letzten Jahres hat Talend Amato übernommen, einen Anbieter von Software für die Stammdatenverwaltung (Master Data Management, MDM).

Finanzmittel für seinen Expansionskurs bekommt das vier Jahre alte Unternehmen von Risikokapitalgebern. So haben Silver Lake Sumeru, Balderton Capital und IdInvest Partners gerade wieder 34 Millionen Dollar investiert. »Die neue Finanzierungsrunde ist eine klare Bestätigung unserer Strategie«, sagt Bertrand Diard, CEO und Mitgründer von Talend. Im Wettbewerb muss sich das kleine Unternehmen gegen weit größere Hersteller behaupten: Dazu gehören Informatica, IBM, Oracle, Tibco und auch die Software AG.