IT soll billiger und flexibler werden: Cloud Computing legt in Deutschland zu

Cloud Computing wird auf dem deutschsprachigen Markt verstanden und findet Interesse, besagt eine aktuelle Studie. Es gibt offenbar schon zahlreiche Projekte, die gesteckten Ziele werden bislang allerdings nur teilweise erreicht.

Unter Cloud Computing verstehen die meisten Unternehmen SaaS oder PaaS. Foto: kentoh, Fotolia.com

Die Marktforschungsfirma Wolfgang Martin Team und das Multimedia Communications Lab (KOM) der Technischen Universität Darmstadt haben Unternehmen hierzulande zum Thema Cloud Computing befragt und die Ergebnisse in einer Studie namens »Cloud Computing – Status quo und Trends im deutschsprachigen Markt« zusammengefasst. Die Befragung wurde von Mai bis Juli 2010 online durchgeführt, geantwortet haben 84 Personen aus Unternehmen verschiedener Größen und Wirtschaftszweige.

Dieser Erhebung zufolge verstehen unter Cloud Computing 20,1 Prozent der Unternehmen Software as a Service (SaaS), 16,7 Prozent hingegen Platform as a Service (PaaS). Bei SaaS werden fertige Anwendungsprogramme und bei PaaS Software-Entwicklungsumgebungen über das Internet bereitgestellt und genutzt. 15,3 Prozent machten bei Outsourcing ein Kreuzchen. Auf den weiteren Plätzen folgen Everything as a Service (XaaS) mit 13,9 Prozent, Software-Bereitstellungsmodell mit 9,1 sowie Software-Mietmodell mit 8,1 Prozent. Mehrfachnennungen waren zulässig.

Auf einer Wichtigkeitsskala von 1 (sehr geringe Bedeutung) bis 5 (sehr große Bedeutung) ergab sich ein überdurchschnittlicher Wert von 3,42. Am meisten Interesse finden hybride Clouds (33,3 Prozent), öffentliche (23,1 Prozent) und private Clouds (21,6 Prozent) sind weniger gefragt. Was den Einsatz von Cloud Computing betrifft, so haben nach eigener Aussage 38,5 Prozent der Unternehmen entsprechende Lösungen schon in Betrieb, 34,7 Prozent wollen spätestens übernächstes Jahr einsteigen. 12,9 Prozent planen in Sachen Cloud Computing nichts.

Als Treiber für das Cloud Computing nannten die Befragten niedrigere Kosten (22,4 Prozent), bessere Skalierbarkeit und Verfügbarkeit (20,4 Prozent) und höhere Flexibilität (19,9 Prozent). Bei den Hindernissen dominieren Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit (23,7 Prozent) und den Datenschutz (19,8 Prozent). 11,9 Prozent der Befragten nannten außerdem Rechts- und Compliance-Probleme. Die Verfasser der Studie ziehen aus diesen Ergebnissen den Schluss, dass Cloud Computing bei den Entscheidern in den Unternehmen angekommen sei.

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