Spezieller Desktop für kleine Bildschirme: Ubuntu für Netbooks: Installation vom USB-Stick aus

Mit der Version 9.04 von Ubuntu lässt sich Canonicals »Netbook Remix« direkt vom USB-Stick installieren. Außerdem soll die Version deutlich schneller booten.

Netbooks sind eine interessante Mischung: deutlich kleiner als ein Laptop, aber noch so groß, um damit einigermaßen arbeiten zu können. Windows-XP erfährt als Betriebssystem hier ein Revival. Aber es gibt auch spezielle Linux-Versionen wie Conicals »Ubuntu Netbook Remix« (UNR) für die aktuelle Version 9.04. Besonders interessant ist die Möglichkeit, die Installation von einem USB-Stick aus durchzuführen, da Netbooks über kein integriertes CD-Laufwerk verfügen. Weiter soll Netbook-Remix deutlich schneller booten und bessere Power-Management-Funktionen besitzen. Auch das Umschalten zwischen verschiedenen Applikationen hat Canonical vereinfacht.

»Ubuntu Netbook Remix« besitzt einen speziell für Netbooks angepassten Desktop.

Um das Netbook-Ubuntu zu installieren, lädt der Nutzer zuerst das Image von der Website herunter. Mit Hilfe des grafischen Tools »Usb Imagewriter« erstellt er anschließend eine bootbaren USB-Stick. Dazu lässt sich auch »dd command line« verwenden. Weitere Installationshilfen liefert das Ubuntu-Wiki für UNR.

UNR bring einige Funktionen speziell für den Einsatz auf den kleinen Bildschirm von Netbooks. Dank des »Desktop Switchers« schaltet der Nutzer zwischen den Netbook-Remix-Mode und dem klassischen Ubuntu um. Ein spezieller Launcher ersetzt das Hauptmenü. Das Window-Picker-Applet zeigt offene Fenster als Icons auf dem Desktop an. Ein Go-Home-Applet wechselt nach einem Klick zum Desktop.

Netbook-Remix verlangt einen Intel-Atom-Prozessor, 512 RAM und wenigstens 4 Gigabyte Speicher auf einer Flash-Disk (SSD, Solid-State-Disk) oder Festplatte. Zu den Applikationen gehören unter anderem Firefox 3, der Evolution-E-Mail-Client, der Photo-Viewer F-Spot und Openoffice.

Fast uneingeschränkt läuft UNR auf dem »Acer Aspire One«, dem »Asus Eee 1000« und »Asus Eee 900a«. Mit ein paar Einschränkungen gilt dies auch für den »Asus Eee 900«, den » Asus Eee 701-SD«, den »Dell Mini 9«, den »HP Mini 1000« und »Samsung NC10«. Eine genaue Liste der Probleme findet sich im Ubuntu-Wiki.