Das Partnerprogramm von Matrix42: »Wir haben eine klare Channel-Strategie«

Bis zum Jahr 2020 sollen 80 Prozent des Umsatzes von Matrix42 über das Partner-Ökosystem erwirtschaftet werden.

Markus Hofbaur, Director Channel & Alliances bei Matrix42
(Foto: Matrix42)

Markus Hofbaur ist seit September vergangenen Jahres Director Channel & Alliances bei Matrix42. Im Gespräch mit CRN erläutert er, wie die Partnerstrategie seines Unternehmens aussieht. Matrix42 ist ein Software-Anbieter für Arbeitsmanagement. Das Lösungs-Portfolio ist zugeschnitten auf Anforderungen, die Unternehmen in Richtung digitale Transformation, Arbeitsplatz der Zukunft sowie Entwicklung zu einer serviceorientierten IT tagtäglich zu bewältigen haben. Es umfasst die Bereiche Endpoint Security, Unified Endpoint Managemant, Software Asset Management, Service Management und My Workspace für Identity- und Accessmanagement. Der Name Matrix42 leitet sich vom Film „Matrix“ der Wachowsky-Brüder aus dem Jahr 1999 und 42 als Antwort auf alle Fragen in »Per Anhalter durch die Galaxis« von Douglas Adams ab.

»Wir haben eine klare Channel-Strategie. Unser Ziel ist es, bis 2020 an die 80 Prozent unserer gesamten Umsätze über unser Partner-Ökosystem zu erzielen«, führt Hofbaur aus. »Wir investieren auch weiterhin in bestehende, aber auch in neue Partnerschaften. Im Zuge unseres Ausbaus des internationalen Geschäfts wird 2018 ein Schwerpunkt die Rekrutierung von lokalen und international ausgerichteten Partnern und deren Ausbildung sein.«

Neben den Technologiepartnern spielen vor allem die Kompetenz-Partner eine wichtige Rolle, die vom Matrix42 zertifiziert werden. »Vergangenes Jahr konnten wir mit Neo42 wieder einen Partner zu einem Kompetenz-Partner Gold ernennen. Dafür sind Umsatz-Anforderungen und Ausbildung und Zertifizierung in bestimmten Kompetenz-Bereichen gemäß unserem Partnerprogramm notwendig. Wir arbeiten massiv daran, die Partnerlandschaft zu erweitern und auch die Kompetenzen der Partner weiter auszubauen«, so Hofbaur weiter. »Je mehr Verantwortung und Skalierung Sie in den Channel geben, desto wichtiger ist es, dass der die Partner entsprechend ausgebildet, trainiert und zertifiziert sind.«

Als Zukunftstrends sieht Hofbaur vor allem die Einbindung von Artificial Intelligence und Virtual-Assistance-Systemen. »In den Letzen fünf Jahren wurden hier enorme Fortschritte gemacht.« Er glaubt auch, dass das Thema Benutzerauthentifizierung bald in eine neue Richtung geht. Alternativen zum Passwort wie Apple Touch ID, Face ID oder Windows Hello ziehen biometrische Informationen heran, um Zugänge zu sichern. »Das wird in den Alltag integriert werden. Es ist aber natürlich so, dass auch biometrische Daten nicht 100 Prozent sicher sind.« Und für sichere Techniken wie Venenmuster benötige man spezielle Hardware. Aber irgendwann werde das gute alte Passwort ausgedient haben.

Auch die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung werde 2018 viele Unternehmen intensiv beschäftigen. Workspace Lösungen müssten »by Design« sicherstellen, dass Anwender die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten haben und so ihr Recht auf Einsicht, Änderung und Löschung jederzeit ausüben können.

»Der Umzug der Arbeitsplätze in die Cloud hält unvermindert an. Der Browser wird immer mehr zum Betriebssystem. Die IT ist hier gefordert, diese cloudbasierten Arbeitsplätze sicher und komfortabel zur Verfügung zu stellen«, schließt Hofbaur.