Gerüchte scheinen sich zu bestätigen: Apple bremst alte iPhones aus

Nach aktuellen Recherchen scheint sich die Theorie zu bestätigen, dass Apple bei alten iPhones an der Leistungsschraube dreht, um den Akku zu schonen und eine Überlastung der Elektronik zu verhindern.

Smartphone-Nutzer (Foto: pathdoc/fotolia)

Seit einigen Jahren kursiert das Gerücht, dass Apples iPhones mit den Jahren an Leistungsfähigkeit einbüßen, langsamer werden oder einfrieren. Das ist besonders oft der Fall, wenn der Hersteller ein Update seines Betriebssystems iOS veröffentlicht. Nach Recherchen der SZ hat vor knapp zwei Wochen ein Reddit-Nutzer eine neue Theorie veröffentlicht: Apple drossele iPhones, wenn der Akku älter werde. Nach dem Austausch des Akkus soll das Smartphone wieder wie neu funktionieren.

In diese Diskussion hat sich nun John Poole eingeschaltet, der als Software-Entwickler die Geräteleistungen von Smartphones vergleicht. In einem Blogeintrag bestätigt er die Theorie: Ist der Akku in einem iPhone 6S oder iPhone 7 älter, verringere sich die Leistung der Handys. Apple selbst hat diese Theorie in einer Stellungnahme nicht zurückgewiesen. Laut dem Hersteller könnte es bei niedrigen Temperaturen oder schwachem Akkustand dazu kommen, dass sich die Geräte zum Schutz der Elektronik unerwartet ausschalten.

Gerade die 6er Serie des iPhones hatte damit zu kämpfen, dass sich das Gerät mit älterem Akku häufig bei hoher Belastung abschaltete. Das Unternehmen reagierte und tauschte bei einigen Geräten den Akku kostenlos aus. Außerdem wurde Anfang des Jahres das Software-Update auf iOS 10.2.1. bereitgestellt, dass das Ausschalten des Gerätes verhindern sollte. Belastbare Informationen, ob das Update Erfolg hatte, gibt es jedoch nicht. Allerdings liegt der Schluss nahe, dass Apple die Leistungsfähigkeit des Smartphones vermindert, um ältere Akkus zu schonen und so Ausfälle zu vermeiden.

Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von MBabylon , 12:23 Uhr

Wer glaubt denn, dass dieses Problem nur Iphones betrifft??

Ich besitze ein ca. 5 Jahre alten Macbook Air und habe pflichtbewusst mein IOS immer auf den neuesten Stand gebracht.

Leider ist das Notebook seit ca. 2 Jahren nur noch 45 Minuten mit Akku zu betreiben. Ich habe in einer spezialisierten Werkstatt den Akku tauschen lassen. Die haben mir gesagt, dass das kein Akku Problem ist, sondern mit dem Upgrade meines Betriebssystems zu tun hat. Wäre ich auf dem alten Stand gebleiben, würde der Akku noch 4 Std halten. So fühle ich mich von Apple vergewaltigt, ein neues Gerät zu kaufen.

Ich werde das nicht tun, sondern wieder zu Microsift wechseln. Ich lasse mir das nicht bieten. Genau so die Navigation. Ich nutze auf dem Iphone das Apple Navi und parallel das Google Navi. Die Spracherkennung ist bei Apple einfach grottig im Verhältnis zu Google wo das in 10 von 10 Fällen funktioniert und bei Apple wenn überhaupt in 5 von 10 Fällen. Und das bei einer Firma die auf einem Berg von Geld sitzt welches sie von den Kunden eingenommen hat und dafür so einen Mist auf den Markt bringt. Der alte Steve Jobs würde sich im Grabe umdrehen.

Antwort von Damian , 21:09 Uhr

"…um den Akku zu schonen und eine Überlastung der Elektronik zu verhindern."

Klar doch, und wir lesen den Playboy nur wegen der Interviews.