AWS Re:Invent: Amazon setzt auf Machine Learning

Auf der Entwicklerkonferenz in Las Vegas hat AWS zahlreiche neue Produkte und Services angekündigt. Der Fokus liegt dabei auf künstlicher Intelligenz.

(Foto: Syda Productions - Fotolia)

Auf der Entwicklerkonferenz wurde deutlich, wohin bei AWS die Reise geht: Machine Learning, Deep Learning und künstliche Intelligenz ziehen sich als roter Faden durch die Ankündigungen neuer Produkte. Der Amazon Sage Maker etwa soll es Entwicklern und Data Scientists ermöglichen, Machine-Learning-Modelle zu erstellen, trainieren, implementieren und verwalten. Ein neues Machine-Learning-Feature erhält auch AWS Greengrass. Es soll IoT-Geräte dazu befähigen, Entscheidungen ohne ständige Netzwerkkonnektivität zu treffen. Somit könnten diese Machine-Learning-Prozesse ausführen, Ergebnisse erzielen und Entscheidungen treffen, selbst wenn sie temporär nicht mit dem Internet verbunden sind.

Alexa for Business soll den intelligenten Assistenten Alexa für den Einsatz in Unternehmen optimieren und Aufgaben wie das automatische Aufsetzen von Telefonkonferenzen übernehmen, Hardware in Konferenzräumen steuern, Meetings vereinbaren oder Verbrauchsgüter nachbestellen. Alexa for Business arbeitet bereits mit Lösungen mehrerer Unternehmen zusammen, darunter Salesforce, Concur, Polycom, Ringcentral und Splunk.

Mit Deep Lens liefert AWA eine Deep-Learning-fähige, programmierbare Videokamera, und Amazon Recognition soll in der Lage sein, in Videos und Streams Personen zu verfolgen, Aktivitäten zu erkennen und Objekte zu identifizieren.

Das Erkennen, Übersetzen und Analysieren von Sprache ist ein weiterer Schwerpunkt: Amazon Transcribe wandelt Sprache in Text um. Mit dem Feature könnten Anwender in Amazon S3 abgespeicherte Audiodateien in Texte umwandeln. Amazon Comprehend analysiert Dokumente und erkennt bereits über 100 Sprachen. Dabei soll das Tool Personen, Orte, Marken, Schlüsselwörter und sogar Sentiments erkennen und extrahieren können.