Microsoft nennt neue Zahlen zur Verbreitung: Windows 10 treibt 600 Millionen Geräte an

Laut Microsoft-Chef Satya Nadella gibt es inzwischen mehr als 600 Millionen aktive Geräte mit dem Betriebssystem Windows 10. Dennoch bleibt Windows 7 zumindest auf PCs und Notebooks weiterhin klar in Führung.

Die Verbreitung von Windows 10 legt weiter zu
(Foto: Microsoft)

Im Rahmen der jährlichen Aktionärsversammlung von Microsoft hat CEO Satya Nadella auch neue Zahlen zur Verbreitung von Windows 10 vorgelegt. Demnach legt die Verbreitung weiter zu und das das aktuelle Betriebssystem läuft knapp zweieinhalb Jahre nach seiner Erstveröffentlichung inzwischen auf über 600 Millionen aktiven Geräten. Microsoft rechnet dabei Desktops und mobile PCs genauso mit ein, wie seine Xbox-One-Konsolen, die AR-Brille Hololens, Surface-Hub-Systeme und auch Smartphones, deren Anteil allerdings nur noch marginal ist. Damit hat sich das Wachstum der Verbreitung Microsofts Zahlen zufolge in den letzten sechs Monaten etwas beschleunigt. Während seit Mai rund 100 Millionen Geräte hinzugekommen sind, waren für den gleichen Zuwachs zuvor noch acht Monate benötigt worden.

Allerdings ist fraglich, ob es in diesem Tempo weitergeht. Denn Ende des Jahres soll auch die letzte Möglichkeit für ein kostenloses Upgrade von den Vorgängern auf Windows 10 gestrichen werden. Diese Gratis-Option hatte insbesondere in den ersten zwölf Monaten nach der Veröffentlichung für eine rasant wachsende Verbreitung gesorgt und dürfte auch in diesem Jahr noch einige Nachzügler zusätzlich von einer Migration überzeugt haben. Die anfängliche Begeisterung für die neue Windows-Generation hatte Microsoft im Sommer 2015 auch dazu veranlasst, das Ziel auszugeben, bis 2018 die Grenze von einer Milliarde Geräten erreichen zu wollen. Schon ein Jahr später wurde diese ambitionierte Prognose jedoch wieder zurückgezogen. Zu Recht, wie sich inzwischen zeigt. Selbst bis Ende nächsten Jahres dürfte Windows 10 laut den Erwartungen der Analysten noch rund ein Viertel bis zur Milliarde fehlen.

Ein Teil davon ist darauf zurückzuführen, dass Microsoft ursprünglich noch damit gerechnet hatte, Windows 10 könne auch auf Smartphones zu einer echten Alternative für Googles Android und Apples iOS heranwachsen. Inzwischen musste Microsoft hier jedoch schmerzliche Verluste verkraften und hat deshalb auch angekündigt, keine weiteren Feature-Updates für die mobile Version von Windows 10 mehr zu entwickeln.

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