Rekordzahlen und kein Ende: Amazon: Vom Onlineversender zum Megakonzern

Amazons Expansionsstrategie sorgte lange für stagnierende Gewinne trotz Fabelumsätzen. Inzwischen zahlen sich die jahrelangen Investitionen aus. Amazon ist zum milliardenschweren Mischkonzern geworden.

(Foto: Amazon)

Welche Entwicklung Amazon seit seinen Anfängen als reiner Buchversender im Internet hingelegt hat, wurde erst wieder vor zwei Wochen deutlich: Denn da veröffentlichte das Unternehmen seine Zahlen für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal. Und die hatten es in sich. Obwohl Amazon auch in den letzten Monaten an seiner Expansionswut festgehalten und Investitionen im Milliardenbereich getätigt hat, konnte der Gewinn um 1,6 Prozent auf 256 Millionen Dollar gesteigert werden. Vor allem aber die Zuwachsraten beim Umsatz bleiben — wie schon in den vorangegangenen Quartalen — hoch: Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 43,7 Milliarden Euro. Auch der Ausblick lässt aufhorchen. Amazon rechnet für das Jahresendquartal mit einem Umsatz zwischen 56 und 60,5 Milliarden Dollar, was wieder einem Wachstum von 28 bis 38 Prozent entspräche.

Zum Umsatz- und Gewinnrekord trägt auch das Cloud-Geschäft rund um die Plattform AWS bei. Hier stiegen die Einnahmen um 42 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Schon seit Langem gehört Amazon mit seinem lukrativen Geschäft mit IT-Diensten und Rechenleistung aus dem Netz neben Microsoft zu den internationalen Platzhirschen und hat sogar Größen wie Google hinter sich gelassen.
Die famosen Geschäftszahlen sorgen auch an der Börse für absurde Kurssprünge der Amazon-Papiere. Nach Bekanntgabe der Zahlen sprang die Aktie des Unternehmens um 13 Prozent nach oben. Innerhalb nur eines Tages steigerte Amazon seinen Wert um 62 Milliarden Dollar und Jeff Bezos gilt nun vor Bill Gates als weltweit reichste Person.

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