Ebertlang plant Expansion: »Flotte aus VAD-Schnellbooten«

Nachdem der Investor Beyond Capital Partners die Mehrheitsanteile bei Ebertlang übernommen hat, sehen sich die Geschäftsführer des Softwaredistributors aus Wetzlar finanziell für eine aggressive Expansionsphase gerüstet. Im Fokus der Buy-and-Build-Strategie stehen agile VADs, die Ebertlangs Expertise und Angebot sinnvoll ergänzen.

Ebertlang-CO-CEO Volker Lang
(Foto: Ebertlang)

Im Mai verkauften die Gründer und CEOs Steffen Ebert und Volker Lang die Mehrheit an ihrem Softwaredistributionshaus Ebertlang an Beyond Capital Partners. Der Investor aus Frankfurt lobt die Innovationskraft und das Fingerspitzengefühl für Trends beim VAD aus Wetzlar und setzt auf die bewährte Unternehmensführung: Für uns ist es entscheidend, dass die Geschäftsführung auch künftig bei den beiden Gründern Steffen Ebert und Volker Lang liegt, die zudem auch weiterhin Gesellschafter des Unternehmens bleiben«, betont Christoph Kauter, Managing Partner beim Beyond Capital. Volker Lang sieht mit Hereinnahme des Investors eine neue Phase der Expansion angebrochen, wie er im Gespräch mit CRN hervorhebt: »Für uns ist sowohl die geografische Expansion über die DACH-Region hinaus wie auch eine Vertiefung unseres Angebots sehr interessant.« In dieser Hinsicht gäbe es viele interessante Firmen, die gut zur Ausrichtung von Ebertlang passen, wie CEO Lang feststellt. Und dass sie gut zum VAD passen müssen, ist eine wichtige Voraussetzung, wie der Co-Gründer betont.
Denn Ebertlang werde seinen fokussierten Distributionsansatz auch in Zukunft nicht aufgeben: »Unser Fokus liegt auf der Kompetenz – mit einer stetigen Portfolio-Ausweitung aber würde diese verloren gehen«, erklärt Lang. Deshalb werde sich Ebertlang durch Zukäufe auch nicht zu einem »schwer manövrierbaren Schlachtschiff« aufblähen: »Wir sind als VAD ein Schnellboot und was uns in Zukunft vorschwebt ist eher eine Flotte an Schnellbooten.«
Zu dieser Flotte zählt er Sysob, ebenfalls eine Beteiligung des Investors Be-yond Capital Partners, nicht im engeren Sinne. »Wir schätzen den Austausch mit unserer Schwesterfirma sehr, dort arbeitet ein tolles Team. Aber wir sind nach wie vor zwei sehr verschiedene Schnellboote«, verrät er.

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