Systemhaus erweitert Vorstand: Neumeier holt »Dampfmaschine Bortoli«

Infotainment auf hohem Business-Niveau: Man könnte fast schon von einer Marke »Andreas Bortoli« sprechen. Der dazugehörige Manager bleibt der mittelständischen ERP-Branche treu und heuert beim SAP-Spezialisten Neumeier AG an.

Vorstand des ERP-Spezialisten Neumeier: Andreas Bortoli (Vertrieb), Josef Braunrieder (Technik), und Thomas Neumeier (von links)
(Foto: Neumeier AG)

Wenn bei Systemhaus-Events parallele Vorträge gehalten werden und aus einem Raum immer wieder brüllendes Gelächter schallt, dann hält dort Infotainer Andreas Bortoli wieder einen seiner berüchtigten Buiness-Vorträge zur Vertriebsaktivierung. Seine bestechend-unterhaltenden Theorien kann der von CRN-Lesern vergangenes Jahr erstmals zum Channel-Manager-des-Jahres gekürte Schwabe nun wieder mit Leib und Seele in die Praxis überführen. Bortoli ergänzt zum 1.Oktober den Vorstand beim SAP-Systemhaus Neumeier – für Vertrieb und Marketing, versteht sich.

Diesen Experten im Hause zu haben, kann sich als strategisch kluger Schachzug von Gründer Thomas Neumeier entpuppen. Man kennt sich aus der gemeinsamen ERP-Branche schon recht lange, kennt die mittelständische Klientel bestens, schätzt sich auch menschlich. Wenn Letzteres nicht so harmonisch ausgeprägt ist, wie das zuletzt zwischen Bortoli und Thomas Hoffmann beim Ulmer ERP-Hersteller c-entron der Fall war, hört der Spaß allerdings schnell auf. Nach zähen Verhandlungen übernahm Hoffmann vergangenen März Bortolis Anteile und war damit seinen Kompagnon als geschäftsführenden Gesellschafter los.

Vollgas in Sachen Wille und Engagement, lautet Bortolis Motto auf Xing, bei seinem jüngsten Vortrag stellte er sich als »Dampfmaschine Bortoli« vor. Die läuft schon seit mehr als 30 Jahren und wird nun vom Schwäbischen ins Bayerische in den Dienst gestellt. Bei Neumeier will Bortoli das Geschäft mit der Cloud und weiteren Managed-Service-Konzepten für den Mittelstand und Steuerkanzleien im bayrischen Großraum unter Hochdruck setzen. Aus vielen der insgesamt 50 Mitarbeiter beim ERP-Spezialisten werden nun Maschinisten.