Distributoren als Cloud-Zentralen: Zeit der Aufklärung – Zeit der Umsetzung

Die Phase der Aufklärung rund um das Cloud Computing im ITK-Channel geht zu Ende: Das Interesse der Endkunden zieht an, die Partner sind größtenteils gerüstet und hoffen nun, dass der Hype endlich die Kassen füllt. Bei der Umsetzung von Cloud-Services nehmen die Distributoren eine zentrale Rolle ein.

Security und TK als Wachstumsfelder

Die Cloud-Technologien erobern dabei immer neue Bereiche. Insbesondere hat im Zuge der Cloud-Revolution der IT-Security-Bereich einen kräftigen Schub erfahren, wie Ebertlang-Chef Steffen Ebert beobachtet: »Sicherheitslösungen sind derzeit die nachgefragtesten Produkte. Die Kombination aus vertrauten Produkten, einer bequemen Verwaltung und des stark gestiegenen Sicherheitsbewusstseins der Kunden sorgen für einen anhaltenden Boom bei cloud-basierten Security-Tools.« Ebert sieht in Fragen der IT-Sicherheit und des Datenschutzes gleichzeitig »die größte Herausforderung für den deutschen Markt mit seiner speziellen Herangehensweise an das Thema Datenschutz. Die Hersteller gingen allerdings immer sensibilisierter auf die Bedürfnisse des deutschsprachigen Marktes ein und passten ihre Lösungen dementsprechend an. Darüber hinaus zählen laut Ebert komplexe Themenfelder wie etwa die ab Mai 2018 verbindlich geltende EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu den größten Herausforderungen für Händler.

Der TK-Spezialist Komsa hat wiederum seinen Vorstoß in das Cloud-Geschäft mit festen Blick auf die Potenziale im TK-Umfeld unternommen: »Der Weg zu All-IP kann auch ein Weg in die Cloud sein, wo sich wieder neue Umsatzpotenziale auftun. Speziell seit diesem Frühjahr erreichen uns hier besonders viele Projektanfragen«, berichtet Komsa-Vorstand Steffen Ebner. Außerdem setzt Komsa auf Unified Communications: »Die Komsa Cloud Services bieten die Möglichkeit, Produkte und Lösungen jeglicher Art `as a Service´ zu offerieren. Mit diesem Modell sind TK- und UC-Lösungen aus der Cloud in Verbindung mit Hardware zu monatlichen Gebühren möglich – damit bieten wir Unified-Communications-as-a-Service. Im nächsten Schritt werden wir Workplace-as-a-Service anbieten. Fest steht: Auch dort behalten unsere Handelspartner die Vertragshoheit gegenüber ihren Kunden.« Ebner sieht IT-Reseller bezüglich der Cloud-Evolution im Vorteil, da nun alles auf dem Internet-Protokoll basiert. »Klassische TK-Systemhäuser standen bei der Vermarktung von Cloud Services zunächst vor einer neuen Herausforderung. Inzwischen erkennen immer mehr den Nutzen und das Potenzial dieser Entwicklung«, sagt der Komsa-Manager.

Bei Arrow wiederum richtet man den Blick bereits auf die Wachstumsperspektiven, die sich im Segment Internet of Things ergeben. Sieht man sich doch als einziger Distributor der sowohl die Elektronik- wie auch die IT-Seite des Geschäfts abbilden kann positioniert. »Zur Zeit boomt IoT und das spüren wir deutlich. Wir erhalten aus dem Industriebereich viele spannende Anfragen«, erklärt Joachim Guth von Arrow ECS. »Diese Kunden sind völlig neu und werden von uns dann direkt mit Partnern vernetzt, welche mit uns gemeinsam arbeiten und eine Lösung bieten.«