Mitarbeiter entlassen: Oracle sägt Hardware-Zweig ab

Angesichts stetig sinkender Umsatzzahlen steht die Server-Sparte von Oracle möglicherweise vor dem Aus.

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Auch wenn es von Oracle noch keine offizielle Bestätigung gibt: Nach Medienberichten hat sich der Konzern von 1.000 bis 1.500 Mitarbeitern der Hardwareabteilung getrennt. Betroffen sein sollen die Bereiche Solaris, SPARC Silicon Development und Storage-Hardware. Das Unternehmen setzt damit die Abkehr vom Hardwaregeschäft und die Fokussierung auf die Cloud fort. Grund dafür ist wohl die stark nachlassende Nachfrage nach Oracles SPARC-Systemen und dem dazugehörigen Betriebssystem Solaris.

Gänzlich überraschend kommt der neuerliche Stellenabbau nicht: Bereits Anfang des Jahres hatte sich Oracle von rund 1.000 Mitarbeitern seiner Hardware Division getrennt. Anfang August warf dann der für SPARC und Solaris zuständige Manager John Fowler das Handtuch. Die Hardwareabteilung von Oracle kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen – allein in den vergangenen zwei Jahren lag das Minus bei 21 Prozent. Auch der Anteil am Gesamtumsatz sank binnen vier Jahren von rund 13 auf 10 Prozent. Der zögerlich begonnene Aufbau einer Cloud-Infrastruktur auf der Basis von SPARC und Solaris hat somit nicht die erhofften Früchte getragen. Die Zukunft von SPARC und Solaris ist vor diesem Hintergrund ungewiss. Dazu passt, dass Solaris 12 nicht wie angekündigt 2016 erschien, sondern von der Roadmap von Oracle verschwunden ist.