Deutschland wird zur Gamer-Nation: Neue Spiel-Regeln für den Handel

Die Zahl der Gamer in Deutschland wächst stetig, knapp die Hälfte aller Bundesbürger spielt zumindest gelegentlich. Doch um sich die neuen Zielgruppen zu erschließen, muss der Fachhandel neue Wege gehen und seine Beratungskompetenz ausbauen.

Handel im Wandel

Gaming-Hardware bleibt ein Umsatztreiber für den Fachhandel - der gerade bei neuen Produkten seinen Standortvorteil voll ausnutzen kann
(Foto: Dario Lo Presti - Fotolia)

Hinzu kommen außerdem einige für den Fachhandel fast völlig neue Gebiete. Seit einigen Jahren steigt etwa die Nachfrage nach Fan-Artikeln wie Sondereditionen, Sammlerstücken und Merchandise-Produkten rapide an. Die Handelskette Gamestop hat daraus sogar erfolgreich ein eigenes Ladenkonzept mit entsprechenden Angeboten gemacht. Darüber hinaus ist auch eine wachsende Nachfrage nach »Serious Games«, also einer Art Lernspiele für Erwachsene, aus dem Business-Bereich zu verzeichnen. Händler und auch Systemhäuser können davon profitieren, wenn sie ihren Kunden entsprechende Angebote für Weiterbildungsmaßnahmen und Trainings unterbreiten können.

Auch wenn das Brot-und-Butter-Geschäft der Hardware also weiterhin der größte Umsatztreiber für den Fachhandel im Gaming-Bereich bleibt, ist es unerlässlich, neue Wege zu gehen. Dafür müssen Innovationen frühzeitig aufgegriffen und den Kunden fühlbar und mit kompetenter Beratung näher gebracht werden. Grundvoraussetzung ist es, neben der Technik und aktuellen Trends wie eSports und neuen Produkten auch die Zielgruppen und ihre Bedürfnisse genau zu kennen und so insbesondere auch die neuen Arten von Gamern mit passenden Angeboten abholen zu können.