»Einfach zusammen spielen«: Das bietet die Gamescom 2017

Die Gamescom wächst - und verwandelt Köln ab Dienstag wieder für fünf Tage in eine bunte Spiele-Hochburg. In diesem Jahr erwartet die Messe einen besonders prominenten Gast: Erstmals wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die Gamescom eröffnen.

(Foto: Koelmesse)

Mehr Aussteller, mehr Fläche und immer internationaler: Die Gamescom startet mit besten Vorzeichen in ihre nächste Ausgabe. Vom kommenden Dienstag an verwandelt sich Köln wieder in eine große Spielwiese. Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm und über die Stadt verstreuten Events dreht sich unter dem Motto »Einfach zusammen spielen« dann bis zum Samstag alles rund um das Spielen an der Konsole, dem PC oder mit dem Smartphone. Mit Kanada hat die Messe für dieses Jahr einen besonders potenten Partner in Sachen Games gewonnen. Rund 900 Aussteller aus mehr als 50 Ländern werden in Köln ihre Highlights präsentieren - darunter viele Spieletitel, die Gamer aus Deutschland zum ersten Mal anspielen können. Als wichtige Trends stellen die Veranstalter - der Branchenverband BIU und die Koelnmesse - in diesem Jahr technische Innovationen wie etwa Virtual Reality und den E-Sport ins Rampenlicht. Kein anderer Sport habe sich in so kurzer Zeit aus der Nische zu einem Massenphänomen entwickelt, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des BIU.

Spannend könnte es werden, was in Köln in Sachen Virtual Reality zu sehen sein wird. Zuletzt hatten Marktbeobachter eine deutliche Abkühlung des Interesses bei den Nutzern ausgemacht. Doch die Games-Branche gilt dabei als Innovationstreiber. Sie dient auch anderen Branchen als Gratmesser dafür, wie sich die Technologie in Zukunft etablieren wird. Unter Gamern hatte bislang vor allem Sony die Nase vorn mit der Playstation VR, die Nutzer über Sonys Konsole in virtuelle Welten entführt. Rund eine Million Headsets hat das japanische Unternehmen bislang abgesetzt. HTC dürfte in Köln ebenfalls Neuigkeiten mit im Gepäck haben. Die HTC Vive gehört zur Oberklasse der VR-Geräte, die allerdings einen sehr leistungsfähigen Computer erfordert.

Bei beiden Headsets hängt der Nutzer beim Spielen jedoch am Kabel. Der taiwanesische Hersteller arbeitet deshalb an Lösungen, sein Headset unabhängig zu machen und den Nutzern damit mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Bislang nur in China verfügbar, könnten erste Lösungen schon bald auch nach Europa kommen - und möglicherweise in Köln zum Test bereitstehen.

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