TÜV Süd baut Digitalstrategie aus: TÜV Süd übernimmt Cloud-Anbieter

Mit der Akquisition des Münchner Cloud-Anbieters Uniscon will sich die TÜV Süd AG für die Herausforderungen der Digitialen Transformation rüsten.

Axel Stepken, Vorsitzender des Vorstands der TÜV Süd AG
(Foto: TÜV Süd AG)

Die TÜV Süd AG übernimmt mit der Uniscon GmbH aus München einen Anbieter von hochsicheren Cloud-Lösungen für die Datenverarbeitung. Mit der Akquisition will der TÜV Süd das Spektrum seiner digitalen Leistungen strategisch weiterentwickeln und für die Digitale Transformation positionieren.

Die 2009 gegründete Uniscon GmbH sei ein technologischer Vorreiter in diesem Bereich. Das Unternehmen verfüge über eine international patentierte Technologie für die sichere Datenverarbeitung in der Cloud. Selbst der Plattformbetreiber hätte keinen Zugriff auf unverschlüsselte Daten, die von den Anwendern auf seiner Plattform gespeichert und verarbeitet werden, betont Hubert Jäger, Geschäftsführer der Uniscon GmbH. Dies sei ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der Cloud-Lösungen von Uniscon, das bereits viele namhafte Kunden und Partner wie die Deutsche Telekom, PwC sowie führende Industrieunternehmen und Banken überzeugt habe.

Nach der Eröffnung seines Center of Excellence (CoE) for Digital Services in München im April 2017 sei die Beteiligung an Uniscon ein weiterer Meilenstein in der Digitalstrategie des TÜV Süd, erklärt dessen CDO Dirk Schlesinger. »Die Erweiterung unseres Kerngeschäfts um neue Geschäftsfelder ist zentraler Bestandteil unserer Strategie«. Zudem würden die »Sealed Cloud«-Lösungen von Uniscon die Chance bieten, bestehende Geschäftsfelder weiterzuentwickeln und neue digitale Produkte anzubieten, von denen die Kunden in verschiedenen Bereichen und Branchen profitieren. Als Beispiel nennt der TÜV Süd beispielsweise die Verarbeitung von Daten aus den Hauptuntersuchungen von Kraftfahrzeugen, den sicheren Betrieb von Systemen zum Building Information Modeling oder die Verarbeitung von Daten für Predictive Maintenance.

Auch bei Ausbau des Internets der Dinge und bei Prozessanwendungen für Industrie 4.0 würden die Uniscon-Lösungen eine wichtige Rolle spielen. »Die Verfügbarkeit von Daten und das Vertrauen in die Sicherheit der Daten sind die grundsätzliche Voraussetzung für das Funktionieren und das weitere Wachstum des Internets der Dinge«, sagt Axel Stepken, Vorsitzender des Vorstands der TÜV Süd AG. Zugleich würde es für Unternehmen immer wichtiger, ihre eigenen Daten und die Daten ihrer Kunden und Lieferanten zu schützen beziehungsweise die Kontrolle über die Verwendung der Daten zu behalten.