iRobot will Datenschatz im Haushalt heben: Saugroboter sollen Wohnungen kartografieren

Der Roboter-Hersteller Roomba will seine kleinen Haushaltshelfer künftig Pläne der Räumlichkeiten ihrer Nutzer erstellen lassen und diese Daten dann verkaufen.

Schon heute können einige Roomba-Modelle per WLAN mit anderen Smart-Home-Produkten wie Amazons Alexa kommunizieren und kooperieren
(Foto: iRobot)

Getreu dem Kredo nach dem Daten das Öl des Zeitalters der Digitalisierung sind, will nun auch der Roboter-Hersteller iRobot den bislang brach liegenden Datenschatz seiner Haushaltshelfer heben. Dazu sollen etwa seine Roomba-Saugroboter künftig die von ihnen gereinigten Räumlichkeiten vermessen und kartografieren. Anschließend sollen die Daten dann anderen smarten Geräten im vernetzten Haushalt wie Überwachungslösungen zur Verfügung gestellt, aber auch an Drittanbieter verkauft werden. Um dem zu erwartenden Proteststurm von Datenschützern vorzubeugen, verspricht iRobot, die Daten nur nach vorheriger Zustimmung der Nutzer weiterzugeben. Allerdings ist fraglich, wie der Hersteller das umsetzen will und ob die entsprechende Zustimmung eher versteckt durch einen eigenen Punkt in den AGBs eingeholt, oder ob ein dafür ein extra Opt-In-Verfahren eingeführt wird. Immerhin werden schon die aktuellen endbenutzer-Lizenzvereinbarungen des Herstellers, in denen es unter anderem heißt »Durch [das Öffnen der Verpackung] [die Nutzung dieses Produkts] stimmen Sie zu, an die Bestimmung dieser Lizenz gebunden zu sein«, immer wieder von Datenschützern kritisiert.