Quartalszahlen: Licht und Schatten bei SAP

Im vergangenen Quartal wuchs das Cloud-Business von SAP um fast ein Drittel, der Gewinn ging hingegen deutlich zurück.

SAP-Zentrale in Walldorf
(Foto: CRN)

Das Cloud-Geschäft des Softwareherstellers aus Walldorf stieg im vergangenen Quartal um rund 29 Prozent auf 932 Millionen Euro und trägt damit bereits etwa ein Sechstel zum Umsatz des Unternehmens bei. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 5,78 Milliarden Euro. Neben dem Cloud-Geschäft wuchs auch das klassische Lizenzgeschäft, genauer gesagt um vier Prozent auf 1,09 Milliarden Euro.

Mit über 87.000 Mitarbeitern weltweit beschäftigt das Unternehmen derzeit neun Prozent mehr Angestellte als noch vor einem Jahr. Für Forschung und Entwicklung sowie für Vertrieb und Marketing gab SAP seit Jahresbeginn deutlich mehr aus als im Vorjahresquartal. »Wir fahren weiter unsere Investitionen herauf«, so der SAP-Chef Bill McDermott.

Der unbereinigte Betriebsgewinn ging auch wegen der hohen Personal- und Investitionskosten von April bis Juni um 27 Prozent auf 926 Millionen Euro zurück. Der Gewinn nach Steuern ging um 18 Prozent auf 666 Millionen Euro zurück. Die Zahl der S4/Hana-Kunden wuchs im Jahresvergleich um 70 Prozent. Im zweiten Quartal 2017 haben sich laut SAP etwa 500 Kunden für das Produkt entschieden, darunter 30 Prozent Neukunden.