Softwarehersteller legt Quartals- und Jahres-Bilanz vor: Microsoft verdoppelt seinen Gewinn

Vor allem dank erfolgreicher Cloud-Geschäfte konnte Microsoft im vergangenen Quartal mehr als den doppelten Gewinn einfahren, als noch im letzten Jahr. Weniger gut lief hingegen der Verkauf von Surface-Produkten und Windows.

Die positiven Konzern-Ergebnisse geben Satya Nadella mit seiner Umstrukturierung bei Microsoft Recht
(Foto: Microsoft)

Microsoft konnte sein Fiskaljahr 2017 mit einem hervorragenden vierten Quartal abschließen. Der Umsatz wuchs von April bis Juni um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 23,3 Milliarden Dollar. Der daraus erzielte Nettogewinn (GAAP) war mit 6,5 Milliarden US-Dollar sogar mehr als doppelt so hoch wie noch im Q4 des vergangenen Jahres, bei dessen Abschluss das Unternehmen 3,1 Milliarden Dollar vermeldet hatte. Ähnlich stark entwickelte sich auch der operativen Gewinn (GAAP), der bei 5,3 Milliarden Dollar lag. Mit diesem blendenden Ergebnis übertraf Microsoft die sowieso schon sehr positiven Erwartungen der Analysten, wodurch der Kurs der Aktie im Anschluss an die Veröffentlichung der Zahlen direkt einen leichten Anstieg verzeichnete. Für das gesamte Fiskaljahr verzeichnete Microsoft einen Anstieg des Nettogewinns von 26 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar bei einem um fünf Prozent gewachsenen Umsatz von rund 90 Milliarden Dollar.

Zu verdanken hat Microsoft diesen Erfolg beim Schlussspurt vor allem einer sehr positiven Entwicklung seines Cloud-Geschäfts, zu dem unter anderem Software-Angebote wie Office 365, der Onlinespeicher OneDrive sowie die Azure-Plattform und weitere Cloud-Services gehören. Der Umsatz mit den Produkten der Sparte »Intelligent Cloud« kletterte im Q4 um elf Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar nach oben. Größter Treiber war hier Azure mit einem Umsatzwachstum von 97 Prozent. Um 15 Prozent legte außerdem der Umsatz mit Serverprodukten und Cloud Services zu, während im Bereich Enterprise Services ein Rückgang von drei Prozent verbucht wurde. Im ebenfalls weitgehend Cloud-dominierten Bereich »Productivity and Business Processes« stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Besonders gut haben sich hier die Umsätze mit Dynamics entwickelt, die im Vergleich zum Vorjahr um 74 Prozent anstiegen. Das Geschäft mit Office 365 wuchs im B2B-Bereich um 43 Prozent, im Privatkundensegment waren es immerhin noch 13 Prozent.

»Innovationen in allen Bereichen unserer Cloud-Plattformen haben den Ergebnissen dieses Quartal einen starken Schub verliehen«, freute sich Konzernchef Satya Nadella und betonte sogleich auch den Anteil der Partner am Erfolg: »Die Kunden wenden sich an Microsoft und unser florierendes Partner-Ökosystem, um auch ihre eigene digitale Transformation voranzutreiben und sich neue Möglichkeiten in dieser Ära der intelligenten Cloud und IT-Umgebungen zu erschließen«.

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