Autotask Roadshow: Ideenaustausch für Systemhäuser

Die sechste und letzte Roadshow fand in München statt. Gestandene und werdende Managed Service Provider fanden zu Vorträgen und Ideenaustausch bei Autotask zusammen.

Ralph Friederichs, Geschäftsführer von Cyberdyne
(Foto: CRN)

Der Hauptvortrag kam von Ralph Friederichs, Geschäftsführer von Cyberdyne in Köln. Er wagte einen Blick über den Tellerrand und besuchte Managed Service Provider in den Niederlanden, in Dänemark, Irland und in den USA. Die rund 25 Teilnehmer erfuhren, welche Schwerpunkte gesetzt und welche Ideen dort verwirklicht sind. Nach Ansicht von Friederichs wird alles »as a Service« werden, wobei der Übergang nicht evolutionär, sondern disruptiv verlaufe. Zur Veranschaulichung erwähnte er die Musikbranche. Evolutionär haben sich nur die Datenträger gewandelt. Von der Musikkassette und der Vinyl-Schallplatte zur CD. Disruptiv wurde es dann, als Apple Musik zum Download anbot, meist für 99 Cent pro Song. Statt mitzugehen blieb die Musikindustrie untätig, und spätestens seit Spotify und Streaming ist die bisherige Wertschöpfungskette tot.

Das Ziel von Cyberdyne ist es nach Friederichs Worten, zu 100 Prozent ein MSP zu werden. So wisse man am ersten Januar schon, welche wiederkehrenden Einnahmen in die Kasse fließen. In den Niederlanden hat Friederichs das Konzept des »Virtual CIO« angetroffen: Der IT-Dienstleister tritt als externer Chief Information Officer auf und berät seine Kunden beim Risikomanagement, kümmert sich um die IT-Strategie, die Investitionsplanung und die Digitalisierung. Kurz gesagt: Der MSP tritt als vertrauensvoller Berater des Kunden auf.

Der zentrale Begriff der Transformation sei »Reframing«, also ein Umdeuten, das Einnehmens einer neuen Perspektive, einer neuen Interpretation. Nach Ansicht von Björn Friedrich von Fachin & Friedrich Systems & Services müssen drei Bereiche transformiert werden: Das Unternehmen an sich, die Kunden, aber vor allem auch die Mitarbeiter.

Friederichs zog das Fazit: »Es war spannend zu sehen, wie groß das Interesse ist an Managed Services ist. Wie kann ich mein Unternehmen zum MSP transformieren, also der Herausforderung entgegen kommen, vom klassischen Systemhaus oder Kistenschieber hinzukommen zu einem MSP mit monatlich wiederkehrenden Einnahmen.« Die Unterschiede etwa zu einem MSP in New York seien gar nicht so gravierend wie man meine. »Die Amerikaner sind jetzt nicht zwei Jahre voraus, weil sie auch die gleichen Technologien einsetzen wie wir. Die haben Autotask in der gleichen Version. Die nutzen Office 365 in der gleichen Version. Aber bei den Ideen etwa zur Vermarktung sind sie schon weiter als wir.« Das Feedback der Partner zeige, dass diese Probleme haben, ihre Kunden von Managed Services zu überzeugen. »Die Herausforderung, sein Unternehmen zu transformieren zum MSP ist so groß, das kannst du alleine nicht stemmen.«

Für Kai Osthoff von Osthoff Innovations in Stuttgart war das wichtigste, dass durch den Hersteller ermöglicht wird, dass die Systemhäuser und Entscheider untereinander Berührungsängste abbauen. »Wir müssen uns austauschen, damit wir uns weiterentwickeln können.« Für Autotask haben sich die Roadshows nach Worten von Rebecca Quinlan, Marketing Managerin DACH, auch gelohnt, das sie nach jedem Event Rückmeldungen bekommen hätten von potenziellen neuen Kunden.