Microsoft »Inspire«, Tag 3: Ein Partner, ein Ansprechpartner

Die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und seinen Partnern wird intern neu organisiert und umgestaltet.

Inspire-Keynote im Verizon-Center, Washington
(Foto: CRN)

Die Keynotes des dritten Tages der weltweiten Microsoft-Partnerkonferenz »Inspire« in Washington D.C. wurden von Brad Smith, President and Chief Legal Officer, und Gavriella Schuster, Corporate Vice President, Global Partner Channels and Programs, bestritten.

Smith betonte die zunächst die Bedeutung von Datenschutz und Privatsphäre, der Microsoft mit den »Cloud Principles« und dem Microsoft Trust Center Rechnung trage. Auch sei die GDPR, die im Mai nächsten Jahres in Kraft tritt, von überragender Bedeutung für die Partner. Zweites großes Thema sei die Cyber-Security. »Cyberspace is the new battlefield«. Man sei weit davon entfernt, den Sieg zu erklären und brauche eine Art digitaler Genfer Konvention, um Cyber-Angriffe von Staaten in Friedenszeiten zu unterbinden. Nach Smiths Worten ist eine Breitbandverbindung eine Lebensnotwendigkeit, folglich wolle Microsoft den Ausbau in ländlichen Gebieten der USA unterstützen.

Anschließend konkretisierte Gavriella Schuster die bereits angekündigten Änderungen im Partner- und Vertriebsmodell. So soll künftig nur noch eine Person bei Microsoft Anlaufstelle für die Partner sein, die dessen Anforderungen und Geschäftsfeld genau kennt und bei Bedarf weitere Ressourcen dazu holt. Das soll es den Partnern erleichtern, mit den eigenen Themen und Lösungen den richtigen Service von Microsoft zu finden. Zudem schafft Microsoft die Rolle eines Channel Managers, der den Partner beim Go-to-Market unterstützen soll. Gleichzeitig sollen die Incentive-Programme merklich zurückgefahren werden. Die Boni der Microsoft-Vertriebler orientieren sich künftig vermehrt an tatsächlich aktivierten Projekten und Lizenzen. Microsoft nennt das »Consumption« und konzentriert sich damit auf Partner, die bei ihren Kunden für Deployment sorgen. Aus Sicht des Partners ziehen somit beide am selben Strang.

Abschließend folgte eine politische Talkrunde mit Brad Smith und Ian Bremmer, Politikwissenschaftler und Präsident der Eurasia Group. Zu Deutschland sagte Bremmer, es könne von den USA die globale Führungsrolle übernehmen, wenn es nicht so viel Energie auf Europa verwenden würde.