Gastkommetar: Digitalisierung braucht Software-Entwicklung

Um Prozesse zu digitalisieren, werden Entwickler benötigt, die Apps programmieren und Schnittstellen zur Cloud bereitstellen. Effektiv sind diese aber nur, wenn sie ihre Testumgebungen schnell selbst provisionieren können, sagt Andreas Limpak von NetApp.

Andreas Limpak, Senior Manager Systems Engineering bei NetApp
(Foto: NetApp)

Software macht den Unterschied. Das ist eine Konsequenz des digitalen Wandels. Wer vorhandene Produkte digitalisieren und neue Angebote entwickeln möchte, benötigt Apps, Schnittstellen zu Cloud-Services und eine engere Vernetzung mit den IT-Ressourcen von Partnern und Zulieferern. Laut einer Studie von PwC nehmen deutsche Mittelständler diese Herausforderung an: Rund 50 Prozent wollen ihre Produkte digitalisieren, an die 44 Prozent neue digitale Angebote entwerfen. Das Potenzial für Beratungs- und Implementierungsleistungen von Fachhändlern ist also hoch.

Software-Entwickler müssen innerhalb kürzester Zeit neue Anwendungen bereitstellen, am besten mithilfe agiler Techniken wie DevOps und Scrum. Das funktioniert jedoch nur, wenn die IT-Umgebung das unterstützt. In der Praxis finden sich aber immer wieder Bremsklötze – wie das folgende Storage-Beispiel zeigt.

Mit einem herkömmlichen Storage-Array kann selbst das Erstellen einer Vorabversion zu Testzwecken Stunden dauern. Wirklich »agil« ist das nicht. Einen Ausweg bieten All-Flash-Storage-Systeme. Indem sie Build- und Testzyklen auf wenige Minuten reduzieren, lassen sich mehrere App-Versionen oder Anwendungen pro Tag produzieren. Doch Vorsicht: Flash ist nicht gleich Flash. Muss mehr Storage-Kapazität her, sollten Entwickler diese selbst gemäß der IT-Richtlinien hinzubuchen können, ohne dafür den Storage-Verantwortlichen behelligen zu müssen. Außerdem nutzt das schnellste Storage-System wenig, wenn gefräßige Nachbar-Applikationen wie Backups einen Großteil der Leistung fressen. Solche Performance-Diebe gilt es, mithilfe von Quality-of-Service-Mechanismen in die Schranken zu weisen.

Das Beispiel zeigt: Mit vorausschauenden Vorschlägen können Händler ihre Kunden für den unweigerlich kommenden Wandel wappnen. So positionieren sie sich zudem als kompetente und zuverlässige Partner auf dem Weg zur Digitalisierung – und darüber hinaus.