Datenbank-Spezialist: Couchbase setzt auf die DACH-Region

Der NoSQL-Spezialist Couchbase will im deutschsprachigen Raum Fuß fassen. Das Unternehmen baut dazu ein Team für den DACH-Raum auf und sucht lokale Partner.

Wolfgang Fresser, Regional Sales Director DACH bei Couchbase
(Foto: Couchbase)

Couchbase mit Sitz im kalifornischen Mountain View ist aus Membase und Couch One hervorgegangen. Das Hauptprodukt ist eine dokumentenorientierte NoSQL-Datenbank-Plattform, die auf Performance, Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit ausgelegt ist. Es handelt sich dabei um ein kommerzielles Angebot, das mit der freien NoSQL-Datenbank CouchDB und den Konzepten des Schlüssel-Wert-Speichers Memcached arbeitet. NoSQL – das steht für »Not only SQL« – bezeichnet Datenbanken, die einen nicht-relationalen Ansatz verfolgen und keine festgelegten Tabellenschemas benötigen. In NoSQL-Systemen lassen sich somit wesentlich größere Datenmengen ablegen als in SQL-Datenbanken, ohne an Performancegrenzen zu stoßen.

Couchbase vertreibt seine Lösungen und Produkte der Couchbase Data Platform nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz und will sich im DACH-Markt etablieren. Regional Sales Director DACH ist Wolfgang Fresser, der die Channel-Strukturen auf- und ausbauen und strategische Kunden betreuen soll. Direktgeschäfte sollen aber die Ausnahme bleiben, versichert Fresser. Couchbase wolle bewusst mit einem Partnermodell den deutschsprachigen Markt adressieren. Das DACH-Team soll bis Ende des dritten Quartals auf fünf Personen aufgestockt werden.

Fresser sieht NoSQL als einen der Treiber der digitalen Transformation. Couchbase verspricht, vielfältige Anwendungsfälle vor dem Hintergrund der Digitalisierung abzudecken, etwa Big-Data über Mobile bis hin zu IoT-Anwendungen, und den Kunden dabei zu helfen, den steigenden Anforderungen durch die digitale Revolution gerecht zu werden. Für das zu erwartende exponentielle Datenwachstum gibt es im Englischen den anschaulichen Begriff des »hockey sticks«. Die Lösungen von Couchbase eignen sich laut Fresser branchenübergreifend für alle Unternehmen, die eine Datenbank für die digitale Transformation benötigen – vom Startup über den Mittelstand bis zum Enterprise. Die Datenbank-Plattform soll dynamische Daten in jeder Größenordnung unabhängig vom Kommunikationskanal und dem Endgerät erschließen.

Couchbase Server hat eine SQL-kompatible Abfragesprache namens N1QL – ausgesprochen »Nickel«. Sie soll eine Brücke zu SQL bauen, da dokumentenorientierte Datenbanken meistens JSON als Datenformat verwenden. Mit N1QL lassen sich auch SQL-basierte Reporting- und Datenvisualisierungswerkzeuge ansprechen. Zu den Kunden von Couchbase gehören etwa Amadeus, Cisco, Disney, Ebay und Ryanair. Aktuell ist die Version 4.6. Couchbase Server 5.0 und Couchbase Mobile 2.0 befinden sich derzeit in der Betaphase und sollen im August erscheinen.