Neues Geschäftsmodell verändert Partnerstruktur bei Blackberry: Blackberry baut auf Security statt auf Smartphones

Mit dem konsequenten Rückzug aus der Hardware-Vermarktung und der Fokussierung auf Security hat Blackberry sein Geschäftsmodell komplett neu aufgestellt. Dabei setzt der kanadische Hersteller verstärkt auf den Channel und eine breite Partnerbasis.

Herausforderung für das Partnerprogramm

Axel Conrad, Enterprise Channel Sales Lead Central Europe bei Blackberry
(Foto: Blackberry)

Seit Ende des vergangenen Jahres fokussiert sich Blackberry auf sein Security-Konzept, das unter dem Namen »Blackberry Secure« vermarktet wird. Es beinhaltet alle Security-Lösungen von Blackberry sowie zahlreiche durch Akquisitionen übernommene Produkte wie »Blackberry Dynamics« und »Blackberry Workspaces«.

Das veränderte Geschäftsmodell und die zahlreichen Akquisitionen stellten auch die Entwicklung eines einheitlichen Partnerprogramms vor erhebliche Herausforderungen. Gelauncht wurde es vor knapp einem Jahr, zumindest in den Grundzügen, und seitdem sukzessive ausgebaut und durch die Partnerprogramme und Partner der akquirierten Firmen konsolidiert, berichtet Axel Conrad, Enterprise Channel Sales Lead Central Europe bei Blackberry, im Gespräch mit CRN. Als letztes Element kamen vor kurzem die Zertifizierungen dazu.

Das dreistufige Partnerprogramm bietet für die Authorized-, Gold- und Platinum-Partner Projektschutz und Dealregistrierung schon ab der Einstiegsstufe. Gold-Partner bekommen zusätzlich Leads, technischen Support und Zugang zu den Blackberry Labs. Platinum-Partnern hilft der Hersteller bei Ausschreibungen. Blackberrys Partner können den 1st und 2nd Level Support für die Produkte übernehmen und diesen Service mit den Produkten bundeln.

Die Einstiegshürden sind moderat. Voraussetzungen sind Trainings und Zertifizierungen. Außerdem müssen die Partner an den Betaprogrammen teilnehmen. Gold- und Platin-Partner müssen zudem die Blackberry-Produkte im eigenen Unternehmen produktiv einsetzen. Umsatzvorgaben gibt es jedoch keine.

Blackberry gibt den Partnern außerdem die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Neben der Spezialisierung für »Workplace Systems« sind aktuell noch »AtHoc« und »Hosting« dazugekommen.