Keine Verarbeitung personenbezogener Daten: Gesichtsscanner an der Supermarktkasse sind erlaubt

Der oberste bayerische Datenschützer sieht kein Problem in Gesichtsscannern, die Real an seinen Kassen einsetzt, um das Kundenverhalten zu analysieren.

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Die Supermarktkette Real darf in ihren Filialen Gesichtsscanner einsetzen, um die Reaktion der Kunden auf Werbung im Geschäft messen zu können. Wie das Handelsblatt berichtet, sieht der bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz, Thomas Kranig, darin kein Problem, da keine personenbezogenen Daten erhoben würden. Das Vorgehen von Real ist vor allem bei Datenschützern umstritten. Unter anderem hatte der Verein »Digitalcourage« aus Bielefeld deshalb Strafanzeige gegen Real gestellt. In ganz Deutschland setzt die Supermarktkette die Scanner aktuell in 40 von insgesamt 285 Filialen ein.Auch die Deutsche Post testet aktiv das System, bei dem das Gesicht der Kunden gescannt und geprüft wird, ob diese bestimmte Werbeaufsteller ansehen. Auch die Dauer des Blickkontakts wird registriert und gespeichert. Hinter der Technologie steht das Augsburger Unternehmen Echion. Laut Real werden die erhobenen Daten rund 150 Millisekunden im Speicher abgelegt, bevor die dann erhobenen Metadaten an die Unternehmensserver weitergespielt werden. Die Technologie soll dabei helfen, den Aufbau von Supermarktfilialen den Vorlieben der Kunden anzupassen.