Support-Ende für Vista, Office 2007 und viele andere: Microsoft schickt über 40 Produkte in Rente

In diesem Jahr läuft der erweiterte Support für über 40 Microsoft-Produkte aus. Während der Exchange Server 2007, Dynamics NAV 5.0 und Windows Vista schon am 11. April aus dem Programm fallen, folgen im Sommer und Herbst weitere Anwendungen wie die Office 2007-Familie.

Support-Ende im Sommer 2017

Intels Skylake-Prozessoren werden von Windows 7 und 8.1 künftig nur noch begrenzt unterstützt
(Foto: wccftech.com)

Im Sommer geht der muntere Ablösungsreigen bei Microsoft dann mit dem Stichtag 11. Juli munter weiter. Unter anderem mit dem Ende für die ProClarity-Produkte Analytics Server 6.3, Desktop Professional 6.3 und SharePoint Viewer 6.3, sowie die SoftGrid Application Virtualization 4.1 und 4.2 für Desktops und Terminal Services. Gleichzeitig endet auch der Extended Support für Microsofts Identity Lifecycle Manager 2007, Integration Designer 2.5, Intelligent Application Gateway 2007, Virtual PC 2007, Visual SourceSafe 2005 Standard Edition und auch die Engyro Product Connectors für Microsoft System Center Operations Manager 2007.

Hinzu kommen noch zwei erhebliche Einschränkungen für die eigentlich noch im Support-Zeitraum befindlichen Betriebssysteme Windows 7 und 8.1. Hier wird Microsoft im Sommer die Unterstützung für neuere Hardware auf ein absolutes Minimum zurückfahren. Das betrifft aufgrund der deutlich höheren Verbreitung vor allem die noch immer zahlreichen Windows 7-Nutzer. Obwohl der Extended Support dafür planmäßig noch bis Januar 2020 läuft, wird es für Systeme mit Intels sechster Core i CPU-Generation »Skylake« dann nur noch Updates für besonders schwere Sicherheitslücken geben – und auch nur dann, wenn dadurch nicht die Stabilität des Betriebssystems gefährdet wird. Ob ein Notebook oder PC davon betroffen ist, lässt sich relativ einfach an der Ziffer 6 am Anfang der vierstelligen Prozessornummer, wie beispielsweise beim Intel Core i7-6700, erkennen. Außerdem gehören zur Skylake-Familie auch einige Pentium-Prozessoren wie der G4400 (T), G4500 (T) und G4520.

Intels neue »Kaby Lake« Prozessoren werden überhaupt nicht berücksichtigt. Das Gleiche gilt auch für AMDs Bristol Ridge- sowie Qualcomms 8996-Prozessoren. Damit erhöht Microsoft den Druck für die Business- und Unternehmenskunden, auf Windows 10 zu wechseln. Aktuell ist Windows 7 noch immer das am häufigsten genutzte Microsoft-Betriebssystem, mit einer fast doppelt so hohen Verbreitung wie Windows 10. Offiziell begründet Microsoft den Schritt jedoch damit, dass man Windows 7 und 8 für ältere Hardware entwickelt habe und neuere Komponenten deshalb künstlich auf dieses Niveau herunterschrauben müsse, um die Kompatibilität weiterhin gewährleisten zu können. Dies sei zudem mit einem erheblichen Entwicklungsaufwand verbunden, den mal aber lieber in die Integration neuer Technologien in Windows 10 investieren will.

Kommentare (3) Alle Kommentare

Antwort von Rainer , 16:24 Uhr

@Tooler1: Bei allem Respekt, Win 10 als lediglich für Kinder brauchbar darzustellen, ist grosser Unsinn. Ich stimme zu dass Win 7 zur Zeit für den professionellen Einsatz immer noch das bessere OS ist, das liegt aber aber auch an der breiten Einsatzbasis in Unternehmen. Wir erleben jetzt einfach das gleiche noch einmal das wir schon beim Wechsel von Win XP (über Vista) zu Win 7 mitmachen mussten. Ich denke Win 10 ist auch (anders als Win 8 oder 8.1) ein guter Nachfolger, auch wenn mir selbst einige Dinge wie z.B. die Einschränkungen beim Updating nicht gefallen. Aber ein pauschaler Rat a la "Finger von lassen, zu Linux wechseln" ist gerade im professionellen Umfeld ebenso Unsinn. Geschrieben auf einem PC mit OpenSuse Leap 42.2 ;-)

Antwort von Tooler1 , 11:59 Uhr

Da Windows 7 die einzige, vernünftig einsetzbare Windows-Betriebssoftware für professionelle Anwender ist, stellt die Update Einstellung für dieses Programm ein schwerwiegendes Problem da. Windows 10 ist für Profis nur bedingt tauglich. Für Kinder, Schüler und Anwender, die ihren PC lediglich zum Spielen oder für Media Zwecke nutzen ist ist Windows 10 durchaus empfehlenswert, alle anderen sollten die Finger davon lassen und, bei ausbleibenden Updates für Windows 7, zu Linux wechseln.

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Antwort von Patrick , 16:43 Uhr

Kann ich verstehen diesmal betrifft es erstmal den unbeliebten vorgänger Vista bis Anfang 2020 wird win 7 noch regelmäßig mit updates versorgt ohne internet kann man aber auch dann noch weiterhinn sorglos win 7 einsetzen die produkte selbst laufen ja auch ohne updates weiter