Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender von MKS Software, im Interview bei CRN-TV: »ERP ist im Mittelstand angekommen«

Im Gespräch mit CRN-TV betont Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender von MKS Software, die Bedeutung von ERP für den deutschen Mittelstand.

Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender von MKS
(Foto: CRN)

Als die vier großen Trends benennt Michael Kempf Digitalisierung, Cloud, Mobilität und Business Intelligence. Bei der Digitalisierung sieht er in Deutschland noch Nachholbedarf. Der kleine Nachbar Belgien sei da schon weiter.

Der ERP-Markt hat sich nach den Worten von Kempf in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Früher habe man Software verkauft, installiert und vielleicht noch ein wenig Beratung geboten, heute sei der Hersteller gleichzeitig ein Unternehmensberater und Dienstleister.

Das Thema ERP sei zwar im Mittelstand angekommen, dennoch gebe es noch Luft nach oben, erklärt Kempf weiter. 60 Prozent der KMUs hätten zwar entsprechende Software, oft handele es sich dabei aber um Insellösungen. Um die Akzeptanz weiter zu erhöhen, biete MKS im Vorfeld kostenfreie Schulungen an, damit man den Kunden auf Augenhöhe begegnen könne.

Das Hauptprodukt Goliath.NET sei eine komplette Neuentwichlung, führt Kempf weiter aus. Sie habe sechs Jahre gedauert und rund 4,6 Millionen Euro gekostet. Neben Systemhäusern habe MKS auch den Kopierfachhandel, produzierende Unternehmen und die Lebensmittelindustrie als Kunden.