Channel versus Cloud: Hat der Channel ausgedient?

Im Zeitalter der Cloud kommen grundlegende Veränderungen auf den Channel zu – für Untergangsszenarien besteht aber noch kein Anlass.

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Die Zahl deutscher Unternehmen, die Cloud-Dienste einsetzen, hat im vergangenen Jahr stärker zugenommen als in den drei vorangehenden Jahren zusammen. Das besagt der »Cloud Monitor 2016« von KPMG und Bitkom Research. Für viele Reseller bedeutet dies eine grundlegende Veränderung ihres Geschäftsmodells. Auf der anderen Seite eröffnet die Cloud im Channel ungeahnte Chancen für den, der sie zu erkennen und umzusetzen vermag.

Vor allem die Möglichkeit, klassische IT mit Cloud-Produkten anzureichern, bietet einen guten Einstieg in die Unwägbarkeiten der Cloud. Viele Kunden sind zwiegespalten: Auf der einen Seite sollen alle möglichen Anwendungen und Lösungen in die Cloud abgeschoben werden, damit sie leichter zu skalieren sind und dazu noch kostengünstiger und weniger arbeitsintensiv. Andererseits wollen Unternehmen einen Teil ihrer Daten lieber unter eigenem Dach behalten, um eine umfassende Kontrolle darüber zu gewährleisten. Hier spielen Sicherheitsbedenken eine zentrale Rolle. Die könnten in Zukunft aber bröckeln, da sich etwa mit der Microsoft Cloud Deutschland ein vermeintlich sicheres Cloud-Modell etabliert und sich immer mehr Zweifel einnisten, ob die Daten in der Cloud nicht sogar sicherer sind als auf den unternehmenseigenen Servern. Mit hybriden Lösungen aus Servern und Cloud kann der Channel den Kunden das Beste aus beiden Welten anbieten und sich damit langsam an das Thema Cloud annähern.

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