Distributor verliert seinen Gründer: Trauer um Bytec-Chef Matthias Bodry

Bytec-Gründer Matthias Bodry ist überraschend verstorben. Noch vor seinem Tod hat er die Nachfolge seines Distributionsunternehmens geregelt.

Vor Ingenieuren »ohne Benzin im Blut«, wie Matthias Bodry sagte, hatte der Distributions-Chef eine herzliche Abneigung
(Foto: CRN)

Trauer in Friedrichshafen: Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am Mittwoch vergangener Woche Bytec-Gründer Matthias Bodry verstorben. Seit November vergangenen Jahres konnte er die Geschäfte des Distributors nicht mehr führen. Die Diagnose Krebs wurde Bodry vor vier Jahren eröffnet. Das wirft natürlich ein anderes Licht auf jene Aussage, die er Anfang 2015 in einem längeren Gespräch mit CRN machte: Er habe alles gut vorbereitet und könne sich auf bestens bewährte Führungskräfte verlassen, sollte ihm etwas zustoßen, sagte der geschäftsführende Gesellschafter damals.

Bodry machte sich in der deutschen VAD-Branche einen Namen und führte den 1989 zuerst als IT-Systemhaus gegründeten Linux-Spezialisten zu einem der heute wichtigsten Distributoren für Hersteller Fujitsu. 2015 nahm Bytec mit Lenovo einen zweiten globalen Hersteller ins Portfolio auf.

Bodry war ein leidenschaftlicher Ingenieur, der offene Systeme wie Linux uneingeschränkt befürwortete. »Linux ist das erste echte Kulturgut dieser Welt, weil Moslems, Juden, Schwarz oder Weiß weltweit an einem einzigen Projekt zusammenarbeiten, ohne dass ihnen jemand hereinredet«, sagte er im CRN-Porträt.

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