Web Content-Management im Wandel: E-Spirit setzt auf Content-as-a-Service

Im Zeitalter der digitalen Transformation ist es für Unternehmen von zentraler Bedeutung, den richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt zum richtigen Kunden zu bekommen. Ein relativ neuer Ansatz ist Content as a Service (CaaS).

(Foto: e-Spirit)

Der Einfluss traditioneller Werbung nimmt kontinuierlich ab. Die Anzahl der Kanäle hingegen, über die Unternehmen ihre Kunden mit Content versorgen müssen, nimmt stetig zu. Jedes neue digitale Geschäftsmodell und jede neue Geräteklasse stellt einen zusätzlichen Touchpoint dar. Marketer setzen zunehmend auf Content Marketing-Strategien, um Aufmerksamkeit zu gewinnen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine Google-Studie spricht davon, das Content sogenannte Micro Moments beim Kunden erzeugen muss. Für Marken sind diese Momente von größter Bedeutung, weil in ihnen Vorlieben geprägt und Entscheidungen getroffen werden. Ein Micro Moment ist also eine von einer Absicht oder einem Gedanken geleitete Aktion auf einem mobilen Endgerät. Jede dieser Aktionen bietet Unternehmen die Möglichkeit, mit dem Verbraucher in Kontakt zu treten.

Content Marketing erfordert ein Content Management System (CMS). Die e-Spirit AG ist Hersteller des Content Management Systems FirstSpirit. Inzwischen gehört das Unternehmen dem IT-Dienstleister Adesso, hat rund 150 Mitarbeiter und allein im DACH-Raum rund 200 Partner, mit denen 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet werden. Um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden, reicht ein traditionelles CMS aber oft nicht mehr aus.

Content Everywhere

Content as a Service (CaaS) stellte im vergangenen Jahr eine zentrale Erweiterung des Portfolios von e-Spirit dar. Somit steht die Abkürzung CMS künftig auch für Content Management Service. Im Zuge der Content-Vermarktung ist bisweilen auch von einer Content Factory die Rede. CaaS soll dem wachsenden Bedarf an Content ebenso gerecht werden wie dem Wildwuchs an Touchpints. Content lässt sich unformatiert zur Verfügung stellen und flexibel für unterschiedliche Zielgruppen neu zusammenstellen und wiederverwerten. Statt nach dem Push-Prinzip, also Inhalte in definierten und im CMS integrierten Kommunikationskanälen zu veröffentlichen, arbeitet CaaS nach dem Pull-Prinzip. Dabei werden Inhalte von beliebigen Frontends über die CaaS-Schnittstelle abgerufen. Das hilft Unternehmen dabei, Content in Erlöse zu verwandeln und schnell an neue Kanäle wie IoT auszuliefern, oder Partnern und Resellern zu erlauben, Inhalte in ihre eigenen digitalen Stores zu nutzen.

Für das Jahr 2017 hat e-Spirit mehrere Ziele. So soll die Partnerzentrierung ausgebaut und Technologiepartnerschaften etwa mit Salesforce ausgeweitet werden. Mit Samsung will man künftig im Bereich Digital Signage zusammenarbeiten. Das SaaS- und Cloud-Geschäft soll ausgebaut werden. Dafür holt sich e-Spitit VADs ins Boot, die die Software von e-Spirit erhalten und bei den Kunden implementieren.

CaaS soll im dritten Quartal 2017 um eine Art Analytics-Funktion erweitert werden, um den Erfolg und die Nutzung des Contents messbar zu machen, so Udo Sträßer, Vertriebsvorstand bei e-Spirit.