Social Media in der Kritik: Facebook mutiert zu Fakebook

Facebook hat zwei große Probleme: Fake News und Hass-Postings. Beide haben zunehmend negativen Einfluss auf das Image und damit auf die Einnahmen des Social-Media-Riesen.

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Im Schutz scheinbarer Anonymität ist es ein Leichtes, Falschmeldungen und Beschimpfungen via Facebook in die Welt zu setzen. Sie wieder loszuwerden ist hingegen viel schwieriger und dauert oftmals zu lange.

Die Süddeutsche Zeitung hat am 16. Dezember 2016 einen erhellenden Artikel veröffentlicht, nach welcher Logik Facebook Löschungen vornimmt. Damit ein Beitrag gelöscht wird, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, etwa der verbale Angriff auf eine »geschützte Kategorie« wie Geschlecht, Religion, Herkunft oder Rasse. Die Herkunft und das Geschlecht in einem Satz zu beleidigen, etwa »Französische Frauen sind dumm« genügt, damit Facebook den Beitrag entfernt. Wird jedoch eine geschützte mit einer ungeschützten Kategorie kombiniert, entsteht eine ungeschützte Kategorie. Der Satz »Englische Eltern sind dumm« ist demnach in Ordnung.

Eine Motivation für Fake News kann sein, einer Partei zu nutzen oder der Gegenpartei zu schaden. Paradebeispiel war der Wahlkampf in den USA. Es kann aber auch Sportvereine, Prominente oder die Ex-Freundin treffen. Die beste Motivation aber ist monetärer Natur. Wer eine solche Nachricht anklickt, sieht Werbung und vermittelt dem Schreiber einen gewissen Obulus. Die Zeit drängt, sinnvolle Gegenmaßnahmen zu treffen. Im September ist Bundestagswahl in Deutschland.

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