Vergleichsstudie von Centracon: Microsoft Office 365 gewinnt an Zustimmung

Im Vergleich zum Vorjahr beschäftigen sich fast doppelt so viele Unternehmen entscheidungsorientiert mit Office 365. Gleichzeitig steigt die Nutzenerwartung.

Microsofts Deutschland Cloud räumt einige Bedenken aus
(Foto: Microsoft)

Microsofts Weg in die Cloud war eher steinig. Office 365 ist nach dem Start im Juni 2011 zunächst schwer in die Gänge gekommen, die Skepsis war groß. Entscheidungsträger in den Unternehmen hegten Bedenken bezüglich Sicherheit, Datenschutz und gegen die Cloud im Allgemeinen. Doch inzwischen hat sich vieles geändert. Die Nutzer sind zunehmend mobil, wechseln mehrmals am Tag das Device und wollen mit jedem Gerät auf Daten und Applikationen zugreifen. Plattform-unabhängige Services lassen sich aber nur in der Cloud bereitstellen. Somit wird Microsoft Office 365 zunehmend ein Thema für die Unternehmen.

Die Vergleichsstudie des Beratungshauses Centracon legt dar, warum Office 365 auf dem Vormarsch ist. Demnach setzen sich deutlich mehr Unternehmen als noch im letzten Jahr entscheidungsorientiert mit einer Einführung auseinander. Gleichzeitig werden die möglichen Migrationshürden geringer als zuletzt bewertet, umgekehrt ist aber auch die Nutzenerwartung gestiegen.
So haben sich 2015 nur 22 Prozent der befragten Unternehmen »ausführlich und entscheidungsorientiert« mit Office 365 aus-einandergesetzt. 2016 waren es bereits 39 Prozent. Dazu kommt ein weiteres Fünftel, das ebenfalls bereits einen Blick auf Office 365 geworfen hat, aber noch nicht auf eine Migration abzielt. Mit »nein und derzeit nicht geplant« antworteten lediglich 11 Prozent gegenüber 14 Prozent im Vorjahr. Ein Grund für den Gang in die Cloud: Für kleinere Firmen ist der Betrieb einer eigenen professionellen IT-Infrastruktur schlicht zu teuer. Oft kann auch die aus Sicherheitsgründen regelmäßig erforderliche Administration der lokalen Lösungen nicht gewährleistet werden, sei es aus Zeit-, Kosten- oder Knowhow-Gründen.

Zu den auffälligen Ergebnissen der Studie gehört, dass die intensivere Beschäftigung mit Microsoft Office 365 den Blick für die möglichen Migrationshürden verändert hat. Auch wenn der Datenschutz und die Datensicherheit nach wie vor die größten Sorgen auslösen – 87 Prozent halten dies für besonders wichtig – haben verschiedene Maßnahmen dazu geführt, dass Befürchtungen reduziert werden konnten. Dazu gehören sicherlich die breit angelegten Aufklärungskampagnen, positive Beispiele erfolgreicher Implementierungen sowie die Bereitstellung von Office 365 aus einem deutschen Rechenzentrum. Damit entfallen Entscheidungshürden, die aus befürchteten Datenschutzrisi-ken wegen der Datenhaltung und des IT-Betriebs außerhalb von Deutschland resultieren.

Ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für die Einführung von Office 365 ist die hohe Verfügbarkeit der Services. Dies gaben 84 Prozent im Jahr 2016 und 89 Prozent im Jahr davor an. Andererseits haben wirtschaftliche Argumente etwas an Bedeutung verloren. Eine Reduktion der Betriebskosten ist nur für 63 Prozent der Befragten relevant.

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