Cloudspezialist expandiert: OVH eröffnet Rechenzentrum in Deutschland

Das Datacenter mit einer Kapazität von 45.000 Servern soll im April 2017 ans Netz gehen.

Peter Höhn, Country Manager bei OVH
(Foto: OVH)

OVH, Anbieter von IT-Infrastrukturen mit deutschem Sitz in Saarbrücken, baut sein 21. Rechenzentrum in Limburg. Es ist das erste in Deutschland. Das Gebäude ist ein ehemaliges Industriegebäude, das praktischerweise in unmittelbarer Nachbarschaft ein Umspannwerk hat. Ebenfalls praktisch ist die Nähe zum Point of Presence (PoP) in Frankfurt, da das neue deutsche Rechenzentrum so problemlos an das weltweite Glasfasernetzwerk des Hosters angebunden werden kann. Langfristig soll das Datacenter auf eine Fläche vom 4.000 m2 bis zu 45.000 Server beherbergen.

Peter Höhn, Director Germany bei OVH Deutschland, sagt dazu: »Wir freuen uns riesig, dass wir im Jahr 2017 unser erstes eigenes Rechenzentrum in Deutschland in Betrieb nehmen werden. Wir erleben hier in Deutschland eine zunehmend stärkere Nachfrage nach einem deutschen Rechenzentrum – sowohl von Kunden als auch Interessenten. Das hat mehrere Gründe: Einerseits haben wir in Deutschland eine sehr gute wirtschaftliche Ausgangslage. Darüber hinaus besitzt Deutschland strenge Datenschutzvorschriften und ein sehr zuverlässiges Stromnetz. Damit ist die Eröffnung dieses Datacenters ein wichtiger Meilenstein in der Expansionsstrategie von OVH. Und OVH ist der größte Cloud-Provider, der weltweit aufgestellt ist, nicht aus Amerika stammt und damit nicht dem Patriot Act unterliegt.«

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Manfred K , 17:17 Uhr

OVH hat in den USA Rechenzentren und unterliegt damit sehr wohl dem Patriot/Freedom Act. Dieser besagt, dass nicht US-Unternehmen dem Freedom Act unterliegen, wenn selbst nur eine kleine Verkaufsniederlassung in den USA besteht.

Mich wundert schon lange, dass die meisten IT Journalisten solchen Finten immer wieder auf den Leim gehen. Beim Deal zwischen Microsoft und der T-Systems wird genau das gleiche Problem kaschiert. Jeder schaut auf Microsoft, keiner auf die T-Systems. Auch die T-Systems hat in den USA Niederlassungen und unterliegt damit selbsverständlich dem Patriot/Freedom Act.