Gastkommentar: Die ECM-Trends 2017: Es wird analytisch

Matthias Kunisch, Geschäftsführer der forcont business technology gmbh, gibt einen Einblick in die ECM-Trends für das kommende Jahr.

(Foto: forcont business technology)

Im Jahr 2016 waren Unternehmen auch im Dokumentenmanagement hauptsächlich mit den Anforderungen der zunehmenden Digitalisierung beschäftigt. Eine Herausforderung, die sich zweifellos noch durch das kommende Jahr ziehen wird. Daneben machen sich am Horizont des ECM-Markts einige neue Trends und Entwicklungen bemerkbar, die 2017 sowohl Einfluss auf Software-Hersteller als auch auf Anwenderunternehmen haben werden.

Die verschiedenen Systeme, die in verwaltenden Abteilungen zum Einsatz kommen, haben sich in den letzten Jahren immer weiter spezialisiert. Dabei blieb jedoch die Integration der einzelnen Lösungen miteinander auf der Strecke. Aus meiner Sicht müssen sich daher im kommenden Jahr viele Unternehmen darauf fokussieren, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Cloud-Dienste voranzutreiben. Damit meine ich nicht nur technische Schnittstellen. Auch Datenschutzfragen müssen geklärt werden, von Auftragsdatenverarbeitungsvereinbarungen bis hin zur Datenverschlüsselung.

Überdies sind wir auch im Geschäftsumfeld immer mehr daran gewöhnt, über mobile Endgeräte jederzeit und von überall Zugriff auf unsere Daten und Dokumente zu haben. Ein Trend, der sich meiner Beobachtung nach auch zunehmend im ECM-Feld verbreitet, ist die Lokalisierung von Anwendungen. Das heißt, ein System muss einem Mitarbeiter in Frankreich die gleichen Funktionen bieten wie einem Mitarbeiter in Deutschland. Hierbei müssen Unternehmen einige Faktoren beachten, zum Beispiel die lokalen gesetzlichen Regelungen im Umgang mit Daten und Dokumenten. Nicht zuletzt wird das Thema Big Data den ECM-Markt immer mehr prägen. Gerade im Bereich Predictive Analytics liefern ECM-Systeme und die in ihnen enthaltenen Daten einen fruchtbaren Boden, den viele Unternehmen im Jahr 2017 urbar machen wollen.