Einstieg in neues Marktsegment: Startup baut für Lexware-Channel neue ERP-Cloud

Mit Software für Buchhaltung fängt jedes kleine Unternehmen an, doch mit zunehmender Größe ist ein Umstieg auf ERP-Systeme unumgänglich. Die kommen mittlerweile aus der Cloud. An einer solchen Plattform arbeitet Haufe-Lexware mit Hochdruck und Schützenhilfe aus den USA.

Marco Coriand
(Foto: Haufe Lexware)

Unverhofftes Karriereglück ist, seinen Chef mit kräftigem Händeschütteln herzlichst in die Wüste verabschieden und seinen Posten erben zu dürfen. Aber ihm alles Gute und viel Erfolg beim nächsten Karriereschritt zu wünschen, das sollte man sich lieber verkneifen. Denn im ITK-Channel geht bekanntlich niemand so schnell verloren. Sehr oft passiert es nämlich, dass der Ex-Kollege dann beim Wettbewerb aufschlägt. In diese glücklich-missliche Lage kam Marco Coriand. Im Mai hatte der Betriebswirt die Nachfolge seine Chefin Marion Winkler als Vertriebsleiter bei Haufe-Lexware angetreten. Nach acht Jahren beim Freiburger Medien- und Softwarehaus steht er nun endlich an der Spitze des Lexware-Channels und muss doch zu seiner ehemaligen Chefin aufschauen. Winkler wechselte nämlich als General Manager zu Exact Software. Niederländische Studenten hatten den Buchhaltungsspezialisten in der beginnenden PC-Ära 1984 gegründet, drei Jahrzehnte später ist Exact mit seinen 1.400 Mitarbeitern in 14 Ländern ein SaaS-Riese für ERP.

Während Winkler Vollgas geben und alte Kontakte für den Aufbau eines Exact-Channels hierzulande aktivieren kann, muss Coriand noch mit angezogener Handbremse den Lexware-Channel bei guter Laune halten. Jenseits von Buchhaltung fängt ERP an und hier hat Lexware nichts zu bieten – noch nicht.

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