Politprominenz und Hightech-Pioniere aus Japan: CeBIT 2017: »Auslaufmodell Mensch«

Mehr als 100 Aussteller aus Japan werden Innovationen auf der CeBIT zeigen. Premierminister Abe, Kanzlerin Merkel und eine hochrangige Wirtschaftsdelegation wollen gemeinsame Chancen der Digitalisierung ausloten. Einen breiten Raum wird das Thema Künstliche Intelligenz einnehmen.

Der japanische Botschafter in Deutschland, Takeshi Yagi, und Oliver Frese, Vorstand Deutsche Messe AG
(Foto: Deutsche Messe)

Nach der kleinen, aber im technologischen Sinne feinen Schweiz, die Partnerland der CeBIT 2016 war, setzt die Deutsche Messe dieses Mal auf den Hightechpionier Japan. Das Gastland der CeBIT 2017 wird mit mehr als 100 Ausstellern nach Hannover kommen. Den hohen Stellenwert des Gastlandes auf der laut CeBIT »weltweit wichtigsten Veranstaltung für Digitalisierung« unterstreicht dieses Mal die Politprominenz: Die Messe (20. bis 24. März 2017) wird wieder von der Bundeskanzlerin eröffnet – auf persönliche Einladung von Merkel in diesem Jahr zusammen mit dem japanischen Premierminister Shinzō Abe.

Mit ihm reisen zahlreiche CEOs japanischer Hightech-Unternehmen und Wissenschaftler in die Hauptstadt Niedersachsens. »Die Entscheider des Standorts Deutschland sollten genau hinschauen, wo und was wir von Japan lernen können«, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil anlässlich eines Empfangs in der deutschen Botschaft in Tokio.

Höhepunkt dürfte der Vortrag von Professor Hiroshi Ishiguro am Dienstag (21. März) auf den Global Conferences sein, die parallel zur Messeausstellung stattfinden. Der Forscher ist Direktor am Intelligent Robotics Laboratory of Adaptive Machine Systems an der Universität Osaka. Er hat einen humanoiden Roboter nach seinem Abbild entwickelt und kann daher aus berufenem Munde zu einer der wichtigsten gesellschaftlich-ethischen Frage auf dem Felde der Künstlichen.