Die Zukunft der Digitalisierung: »Wir stehen erst am Anfang«

Digitalisierung bringt einen großen Wandel in der Geschäftswelt mit sich. IT-Unternehmen sollten nicht starr nur auf sich schauen, sondern aktiv auch mit der Konkurrenz zusammenarbeiten. Wie das beispielsweise aussehen könnte und welche Chancen sich daraus ergeben, diskutierten Markus Reithwiesner von Haufe und Datev-Vorstand Eckhard Schwarzer.

Datev-Vorstand Eckhard Schwarzer und Markus Reithwiesner, Co-CEO bei Haufe, plädieren für Kooperationen satt Abschottung.
(Foto: CRN)

Die Digitalisierung verändert den Arbeitsalltag stetig und schnell. Haufe und Datev verfolgen bei ihrer Digitalisierungsstrategie die gleichen Ziele und ergänzen sich in vielen Bereichen. Das Miteinander und nicht der Wettbewerb steht im Vordergrund. »Wir müssen umdenken und im Sinne des Kunden handeln, wenn wir weiter bestehen wollen«, erklärt Markus Reithwiesner, Co-CEO bei der Haufe Gruppe. Eckhard Schwarzer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Datev ergänzt: »Wir müssen in ganz anderen Prozessketten denken, denn das macht die digitale Transformation aus. Mit durchgängigen Lösungen und der Integration von Funktionen bieten wir gemeinsam komplett neue Chancen für kleine und mittlere Unternehmen.«

So nutzen Steuerkanzleien beispielsweise Online-Unternehmenslösungen wie »Datev Unternehmen online« oder »Lexoffice« von Lexware Haufe, um ihre Effizienz zu steigern und ihre Geschäftsprozesse abzuwickeln, anstatt Belege per Pendelordner auszutauschen. Um eine reibungslose Abwicklung zwischen solchen Systemen wie Lexoffice und Datev zu ermöglichen, haben die beiden Unternehmen die offene Schnittstelle »Datev connect online« realisiert.

Dadurch soll ein Mehrwert für den Kunden geschaffen werden, da freie Auswahl zwischen den Programmen besteht. »Bisher sind die Daten in unterschiedlichen Silos gelegen. Die Synchronität dazwischen fehlt, deswegen haben wir eine Plattform geschaffen, auf der alles gleichzeitig bedient werden kann und ein Datenfluss entsteht. So können wir jetzt Intelligenzen schaffen«, erklärt Schwarzer. Er betont, dass die einzelnen Ökosysteme nicht isoliert werden sollten, sondern Konnektoren dazwischen gebaut und die verschiedenen Interessenslagen verbunden werden sollten. Dabei gelte es sowohl technische als auch rechtliche Hindernisse zu überwinden. »Gelingt es nicht, die verschiedenen Systeme zu verbinden, ist der Verlierer der Kunde eines isolierten Ökosystems«, warnt Schwarzer.

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