320 Millionen Euro Fonds aufgelegt: Schwedischer Investor sucht deutsche Startups

Der schwedische Risikokapitalgeber Verdane Capital hat einen 320 Millionen Euro schweren Fonds aufgelegt und will damit verstärkt in Startups aus Deutschland investieren. Der VC interessiert sich vor allem für Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Software, Energie und Industrietechnik.

Henrik Aspén
(Foto: Verdane Capital)

Verdane Capital will künftig verstärkt in deutsche Startups investieren. Dazu hat der schwedische Risikokapitalgeber mit »Verdane IX« einen neuen Fonds mit einem Finanzierungsvolumen von 320 Millionen Euro aufgelegt. Die Schweden, die bisher hauptsächlich im nordischen Wirtschaftsraum unterwegs waren, sehen im deutschen Markt ein wachsendes Potenzial für künftige Investitionen. Den Fokus will der schwedische Kapitalgeber vor allem auf etablierte deutsche Tech-Unternehmen mit schnellen Wachstumsraten legen. Diese sollen zudem vorrangig aus dem Bereichen E-Commerce, Software, Energie oder Industrietechnik kommen.

»Die deutsche Wirtschaft digitalisiert sich in einem wahnsinnigen Tempo und wir glauben, die Unternehmen dort können von unserer Erfahrung profitieren«, sagt Henrik Aspén, Partner bei Verdane Capital Advisors. Rund 300 nordische Unternehmen habe der VC bereits unterstützt. »Die meisten von ihnen operieren in Nischenmärkten, haben aber eine globale Relevanz und potenzielle Skalierbarkeit«, erklärt Aspén.

Die Beteiligung an Startups, die in diese Strategie passen, soll zwischen fünf und 30 Millionen Euro betragen. In Deutschland haben die Schweden bereits vor kurzem Anteile an drei deutschen Unternehmen erworben. Insgesamt 30 Millionen Euro investierte Verdane Capital in die SEO-Plattform Searchmetrics sowie in die Kreditplattform Smava und in Hornetsecurity, einem Provider von Security-Lösungen aus der Cloud.