Bundesregierung will Startups helfen: Steueranreize sollen Investoren locken

Mit Steueranreizen für Investoren von Startups will die Bundesregierung Gründer besser fördern. Wagniskapitalgeber sollen ihre Verluste steuerlich geltend machen können. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat die Koalition am Mittwoch beschlossen.

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Die Bundesregierung will es Geldgebern schmackhafter machen, ihr Kapital in junge Tech-Unternehmen zu investieren. Sie sollen ihre aufgelaufenen Verluste künftig beim Fiskus steuerlich absetzen können. Die dadurch entstehenden Steueranfälle sollen sich auf rund 600 Millionen Euro belaufen. Von dem Gesetzesentwurf erhofft sich die Bundesregierung, dass Startups leichteren Zugang zu Risikokapital erhalten und so ihre Rahmenbedingungen verbessern können.

Die geplante Regelung soll sich jedoch nicht nur auf Wagnis- oder Risikokapital begrenzen. Investoren sollen ihre Verluste auch steuerlich absetzen können, wenn sie beispielsweise in eine angeschlagene Firma einsteigen, um den Betrieb und die Arbeitsplätze zu erhalten. Um jedoch zu verhindern, dass Firmen aufgrund steuerlicher Verlustvorträge gekauft und ausgeschlachtet werden, schreibt die Reform unter anderem vor, dass der seit drei Jahren bestehende Geschäftsbetrieb unverändert bleibt. Die Rechtsänderung soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 gelten.