Ende der Spekulationen: HPE fusioniert Software-Assets mit Micro Focus

HPE verkauft Teile seines Software-Geschäfts an Micro Focus und wird am entstehenden Unternehmen die Mehrheit übernehmen. Insgesamt hat die Transaktion ein Volumen von 8,8 Milliarden Euro.

HE-Chefin Meg Whitman
(Foto: HPE)

Nachdem es viele Gerüchte um einen Verkauf der Software-Sparte von HPE gab, wird nun zumindest ein Teil verkauft. HPE zufolge gehen die nicht zum Kerngeschäft zählenden Software-Lösungen für Application Delivery Management, Big Data, Enterprise Security, Information Management and Governance sowie IT Operations Management für 2,5 Milliarden Dollar an Micro Focus. Das entstehende Unternehmen hat einen Jahresumsatz von rund 4,5 Milliarden Dollar und ist einer der größten Anbieter von Infrastruktursoftware weltweit.

Dieser soll weiterhin Micro Focus heißen und vom bisherigen Micro Focus-Management geleitet werden. Doch die Mehrheit des Unternehmens gehört HPE, dessen Anteilseigner 50,1 Prozent der Aktien erhalten sollen. Dieser Anteil hat einen Wert von 6,3 Milliarden Dollar, womit die gesamte Transaktion ein Volumen von 8,8 Milliarden Dollar erhält.

Mit dem Deal will HPE den eigenen Fokus schärfen. Man steige nicht aus dem Software-Geschäft aus, betonte HPE-Chefin Meg Whitmann, müsse aber sicherstellen, dass man die richtigen Assets habe. Die verkauften Assets sollen bei Micro Focus besser aufgehoben sein, das sich nun mehr Schlagkraft im Bereich Infrastruktursoftware erhofft.

Parallel dazu kündigten HPE und Micro Focus an, eine Partnerschaft mit Suse einzugehen und Suse zum bevorzugten Linux-Partner von HPE zu machen. Details stehen hier noch nicht fest. Geplant ist bislang lediglich, mit dem OpenStack-Knowhow von Suse die HPE-Lösungen »Helion OpenStack« und »Helion Stackato« zu verbessern.