Per Automatiksteuerung ins Krankenhaus: Teslas Autopilot als Lebensretter

Ein Tesla hat seinen Fahrer, der unterwegs eine Lungenembolie erlitt, per Autopilot sicher ins Krankenhaus gebracht und ihm damit wahrscheinlich das Leben gerettet.

(Foto: elektroniknet.de)

Nachdem Teslas Autopilot in den letzten Wochen mehrfach mit schweren und teils sogar tödlichen Unfällen für negative Schlagzeilen gesorgt und damit eine Diskussion um die Sicherheit entsprechender selbstfahrender Systeme entfacht hatte, zeigt jetzt ein aktueller Fall aus den USA die positiven Seiten der Softwaresteuerung. Während der Heimfahrt auf einer Schnellstraße im US-Bundesstaat Missouri spürte der 37-jährige Anwalt Joshua Neally plötzlich so heftige Schmerzen in der Brust in Kombination mit akuter Atemnot, dass er einen Herzinfarkt befürchtete. Da es ihm innerhalb weniger Sekunden so schlecht ging, dass er um sein Leben fürchtete, wollte er so schnell wie möglich ins nächste Krankenhaus. Statt auf dem Seitenstreifen zu halten und dort erst auf einen Krankenwagen zu warten, beschloss er deshalb, die nächste größere Klinik als Ziel für den Autopiloten seines Tesla X Geländewagens zu setzen und ließ das Auto weitgehend im Automatikmodus dorthin steuern. So konnte er sich während der gut 30 Kilometer langen Fahrt zurücklehnen und musste nur eine Hand am Lenkrad halten und ab und zu minimal eingreifen, damit sich der Automatikmodus nicht abschaltet.

Auf diese Weise kam Neally tatsächlich schnell und sicher in die Notaufnahme, auch wenn er später zugab, von der Fahrt nicht viel mitbekommen zu haben. Lediglich eingeparkt habe er unter großen Schmerzen selbst. Im Krankenhaus wurde bei ihm zwar kein Herzinfarkt, aber doch eine nicht minder gefährliche schwere Lungenembolie festgellt und sofort behandelt. Die Ärzte bescheinigten ihm anschließend sogar, dass ihm sein aus Sicht der Verkehrssicherheit unvernünftiges Verhalten wahrscheinlich das Leben gerettet habe.