Job-Outsourcing: HPE baut über 1.000 Stellen ab

HPE hat die Verhandlungen mit Proservia, Datagroup und der Gewerkschaft IG Metall zur Auslagerung von rund 1.200 Mitarbeitern in Deutschland abgeschlossen. Sie sollen bereits zum 1. August wechseln.

Die bereits seit mehreren Monaten laufenden Verhandlungen zwischen Hewlett Packard Enterprise (HPE) und der Gewerkschaft IG Metall zur Verlagerung von rund 1.200 Arbeitsplätzen, also etwa 15 Prozent der aktuellen Belegschaft in Deutschland, sind abgeschlossen. Damit wechseln nun rund 900 bisherige HPE-Mitarbeiter zum 1. August zur Zeitarbeitsfirma Proservia, einer Tochter von Manpower. Knapp 330 weitere HPE-Angestellte sollen zur Datagroup AG gehen. Der IT-Dienstleister aus Baden-Württemberg übernimmt mehrheitlich Softwarespezialisten aus den Reihen von HPE, insbesondere aus dem Bereich rund um SAP-Anwendungen. Die Ausgliederung der Arbeitsplätze war direkt nach dem Split von HP in die zwei Unternehmen HPE und HP Inc. beschlossen worden. Beim Großteil der Betroffenen handelt es sich um Mitarbeiter, die noch aus Zeiten einer gemeinsamen HP stammen, für die HPE jedoch keinen Bedarf hat. Damit steht die Auslagerung noch in direkter Folge der Aufspaltung von HP.

Die IG Metall konnte bei den Verhandlungen ihre Forderung nach einer mehrjährigen Beschäftigungsgarantie für die betroffenen Arbeitnehmer nicht durchsetzen. HPE garantiert den ihren beiden neuen Arbeitgebern lediglich einen jährlichen Mindestumsatz für die nächsten Fünf Jahre. Die IG Metall rät allen Arbeitnehmern, die ihnen nun vorgelegten Verträge zum Betriebsübergang genau zu prüfen, bevor sie ihnen zustimmen.