»Für einen Kaffee und einen Donut«: Microsoft bringt Mietmodell für Windows 10

Ab Herbst will Microsoft über seine Cloud Solution Partner ein Mietmodell für Windows 10 in kleinen Unternehmen ausrollen. Das Windows-Abo soll nur sieben Dollar pro Monat kosten.

(Foto: Microsoft)

Seit Satya Nadella bei der ersten Ankündigung zu Windows 10 im vergangenen Jahr vom ersten »Windows as a Service« gesprochen hatte, war immer wieder spekuliert worden, ob das den Umstieg auf ein Mietmodell bedeuten würde. Nachdem Microsoft aber immer wieder beruhigt hat, der Ausdruck beziehe sich eher auf die ständige Weiterentwicklung und schließlich auch die Kaufpreise für das aktuelle Betriebssystem nannte, galt das Windows-Abo den Meisten höchstens noch als Option für die Zukunft. Doch jetzt hat Microsoft das Thema überraschend wieder aus dem Hut gezogen und auf der Weltweiten Partnerkonferenz in Toronto die Einführung eines erweiterten Abomodells für Unternehmen angekündigt. Ab Herbst sollen sich auch kleine Business-Kunden demnach Windows 10 Enterprise in der Version E3 über einige als Cloud Solution Provider (CSP) zertifizierte Partner für sieben US-Dollar pro Monat und Nutzer mieten können. Im Gegensatz zu den Großkunden müssen sie sich dabei nicht fest für mehrere Jahre an das Angebot binden und es auch nicht im Voraus bezahlen.

Microsoft rechnet augenzwinkernd vor, damit bekomme man einen Monat lang das beste Windows 10 für den Preis »einer Tasse Kaffee mit einem Donut«. Neben speziellen Einsatzszenarien wie zeitlich begrenzten Projekten dürfte dieser Preis tatsächlich sogar für viele Unternehmen interessant sein, in denen die erweiterten Funktionen der Enterprise-Version wie exklusive Updates, Virtualisierungs-, Verwaltungs- und Sicherheitsfeatures gar nicht unbedingt benötigt werden. Alleine für den Retail-Kaufpreis der günstigeren Pro-Version von 279 Euro bekommt man immerhin schon drei Jahre im Abonnement mit fest kalkulierbaren regelmäßigen Kosten. Zudem können die CSP-Partner das Angebot mit weiteren Komponenten wie Managed Services, vermieteter Hardware oder anderen Microsoft-Angeboten wie Azure, Dynamics und Office 365 anreichern. Damit können sie nun insbesondere kleinere Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung mit einem Rundum-Angebot der wichtigsten Microsoft-Produkte versorgen.