Einheitliches Partnerprogramm mit höheren Zuschüssen und Preisnachlässen: Appsense nach der Übernahme durch Landesk

Mit Anpassungen am Partnerprogramm will Appsense seinen Channel-Fokus weiter stärken. Wichtigste Neuerungen: Es wird eine zusätzliche Partnerstufe eingezogen und erstmals stehen auch Marketing Development Funds bereit. Die gerade erfolgte Übernahme durch Landesk soll erstmal keine größeren Veränderungen für die Partner bringen, verspricht der Hersteller.

Jörg Kurowski, Vice President Central Europe bei AppSense
(Foto: Appsense)

Im März hatte Landesk die Übernahme von Appsense angekündigt und diese Ende April vollzogen. Dessen Lösungen zur Verwaltung von Benutzerumgebungen sollen mittel- bis langfristig in die Landesk-Produkte integriert werden, aber auch weiterhin eigenständig bereitstehen. Mit dieser Zusage will der Hersteller für Investitionssicherheit auf Kundenseite sorgen und den Appsense-Partnern lange Diskussionen über die Zukunft der Lösungen ersparen. »Die Entwicklung wird nicht zurückgefahren – eher im Gegenteil«, betont Jörg Kurowski, Vice President Central Europe bei Appsense. Landesk habe das Unternehmen schließlich gekauft, weil die Lösungen das Landesk-Portfolio ideal ergänzen würden.

Wie der Vertrieb künftig aufgestellt sein wird, kann Kurowski noch nicht sagen, da die Planungen für die Integration von Appsense in Landesk gerade erst anlaufen. Er rechne mit einer sehr harmonischen Integration, sagt er, da beide Unternehmen sehr channel-orientiert seien, die Produkte gut zueinander passen würden und es bereits »leichte Überschneidungen« in der Partnerlandschaft gebe. Aus diesem Grund hat Appsense auch wie geplant sein weltweit einheitliches Partnerprogramm in der DACH-Region ausgerollt. Es werde bis zum Jahresende unverändert für die Partner gültig bleiben, verspricht der Manager. Doch auch für die Zeit danach geht er von keinen größeren Änderungen aus – zumindest keinen zum Nachteil der Partner. Er könne zwar nicht sagen, »ob jede einzelne Zeile des Programms erhalten bleibt, aber das Ziel ist nicht, unseren Partnern die jetzt eingeführte Unterstützung wieder wegzunehmen«.

Das »Appsense Go+« genannte Programm erhöht die Preisnachlässe und Prämien für die Partner. Zudem wurde die Platin-Stufe angepasst und zwischen Platin und Gold mit Gold+ eine komplett neue Stufe eingezogen. Die ist vor allem für die Partner in kleineren Ländern gedacht, die es sonst schwer hätten, von Gold auf das nächste Level zu springen. In der überarbeiteten Platin-Stufe finden sich mit Bechtle, Cema, Fritz & Macziol und RIS Consulting bereits vier Partner, für Gold+ haben sich schon Axacom, En Route, Friedrich Karl Schröder, Net2Net, Steffen Informatik und X-Tech qualifiziert. Sowohl Platin- als auch Gold+-Partner können für eingereichte Projekte neuerdings Marketing Development Funds erhalten. So etwas gab es bei Appsense bislang nicht – das Marketing war immer sehr durch den Hersteller selbst getrieben. Nun will er über die Zuschüsse einen Teil der Verantwortung seinen wichtigsten Partnern überlassen.

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