Blue Screen of Death 2.0: Microsoft bringt neuen »BSoD«

Wenn Windows 10 sich aufhängt, soll der entsprechende Bluescreen zukünftig einen QR-Code enthalten, über den sich weitere Informationen zum Problem und seiner möglichen Lösung per Smartphone abrufen lassen.

Der neue Bluescreen setzt auf Hilfe zur Problemlösung durch einen QR-Code
(Foto: Screenshot Bluescreen Microsoft Windows 10)

Wenn Windows-Nutzer »blau sehen«, hat das meist nichts Gutes zu bedeuten. Seit der Windows NT-Generation erscheint bei schwerwiegenden Fehlern ein blauer Bildschirm mit mehr oder weniger hilfreichen Informationen zum Absturz in weißer Schrift. Da der Rechner damit, meist aufgrund von Hardware- und Treiberfehlern, für gewöhnlich komplett seinen Dienst einstellt, wird er in der Nutzer-Community auch gerne als »Blue Screen of Death« (BSoD) bezeichnet. Der berühmteste BSoD war wohl jener, den Microsoft-Gründer Bill Gates persönlich erhielt, als er bei einer Live-Demo der Beta-Version die praktische USB-Funktionalität von Windows 98 vorführen wollte. Auch wenn der Bluescreen in neueren Windows-Versionen nach Vista zunehmend seltener auftritt, sorgt er vor allem im öffentlichen Bereich, wie beispielsweise den Monitoren an Flughäfen oder in Behörden bei IT-Kennern noch immer für einige Erinnerungen und ein leicht schadenfrohes Schmunzeln. Diese zumindest etwas heitere Seite der Problembetrachtung versuchte Microsoft mit der Einführung eines traurigen Smiley-Symbols in Windows 8 zu verstärken.

Derzeit arbeitet Microsoft allerdings daran, den BSoD erstmals seit seiner Einführung merklich zu verbessern. Möglich wird das durch die inzwischen überall verbreiteten Smartphones und Tablet-PCs. In der aktuellen Preview-Version (ab Build 14316) für die nächsten Entwicklungsschritte von Windows 10 enthält der Bluescreen neben den großteils altbekannten Texten zusätzlich ein Feld mit einem QR-Code. Wer dieses einscannt erhält dadurch auf dem alternativen Gerät weitere Informationen zur möglichen Absturzursache und der Lösung des Problems. Diese praktische neue Hilfestellung wird wahrscheinlich noch im Sommer auf allen Windows 10-Geräten ausgerollt. Dennoch bleibt allen Nutzern und Administratoren auch beim neuen BSoD weiterhin nur zu wünschen, dass sie ihn nur möglichst selten zu sehen bekommen.