BVT beklagt Nachteile für den Fotofachhandel: Höhere Mehrwertsteuer für Fotobücher

Für Fotobücher gilt nicht mehr der ermäßigte Mehrwertsteuersatz. Der BVT protestiert gegen die Änderung und spricht von Wettbewerbsverzerrung.

Für Fotobücher soll nicht mehr der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten
(Foto: Fotolia 8078210 Rena Marijn)

Gegen die Stimme der Bundesregierung hat die Europäische Union das Fotobuch in einen neuen Zollkodex einsortiert. Seit dem 25. Dezember 2015 gilt nicht mehr der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent wie bei Büchern, sondern 19 Prozent. Der Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT) sieht Endverbraucher und den Foto-Einzelhandel dadurch massiv benachteiligen. Die Besteuerung hätte zudem sofortige rückwirkende und massive bilanzielle Auswirkungen zur Folge.

»Kein Konsument versteht, warum sein Bildband höher besteuert wird als die Bildbände im Buchhandel. Brüssel bestraft damit pauschal eine ganze Branche. Das ist eine gravierende Wettbewerbsverzerrung gegen die der Foto-Einzelhandel auch im Interesse der Verbraucher protestiert,« so BVT-Vorstand Rainer Schorcht. Der BVT fordere die Bundesregierung auf, die neue Wettbewerbsverzerrung zurückzunehmen beziehungsweise eine intelligente Praxislösung mit dem Einzelhandel zu erarbeiten.

»Es ist unbestritten, dass die meisten Fotobücher auch Text enthalten, damit entsteht die Situation, dass die Bildbände des Endverbrauchers anders besteuert werden als die gleichen Bildbände im Buchhandel. Der Konsument zahlt die Rechnung« so Schorcht. Aus Sicht des BVT handele es sich hier um eine willkürliche politische Entscheidung, die sachlich nicht nachvollziehbar ist und von Brüssel zurückgenommen werden müsse.