Brave New Car: Bosch entwickelt smartes Fahrzeug »Soulmate«

Auf dem Genfer Autosalon zeigen Bosch und EDAG, wie das Auto zukünftig vollständig in die digitale Welt des Fahrens integriert werden kann.

Europapremiere feiert der EDAG Concept Car »Soulmate« auf dem Genfer Auto-Salon 2016
(Foto: EDAG Engeneering)

Das Auto ist längst mehr als nur ein Fahrzeug, das Menschen von A nach B bringt. Es ist Statussymbol, eine Möglichkeit der Selbstdarstellung und – noch vor dem eigenen Hund – der Deutschen liebstes Kind. Bis es nahtlos in die digitale Welt das Fahrens und in die smarte Welt des Fahrers integriert ist, scheint nur noch eine Frage der Zeit.

Welche Möglichkeiten sich schon in naher Zukunft an Bord eines vernetzten Autos bieten und wie sich das Verhältnis zwischen Fahrer und Fahrzeug verändern wird, zeigen der Automobilzulieferer Bosch und Entwicklungsspezialisten von EDAG, einem Ingenieurdienstleister, auf dem Genfer Autosalon Anfang März. Ihr Gemeinschaftsprojekt »Soulmate« steht für eine neue Form des automobilen Leichtbaus, denn es setzt auf revolutionäre Technologien aus dem Bereich des 3D-Drucks. Im Inneren hat Bosch das Armaturenbrett inklusive der Mittelkonsole in ein elektronisches Display verwandelt. Dessen Inhalte passen sich an die aktuelle Umgebung des Fahrzeugs, an den Terminkalender und die persönlichen Vorlieben des Fahrers an. Fällt ein Termin aus, passt das Fahrzeug selbsttätig die Route an – etwa auf eine Strecke, die automatisiertes Fahren erlaubt, so dass der Fahrer noch mehr freie Zeit gewinnt.

Zum Smart Home hält der Fahrer via »Internet der Dinge« ständig Kontakt. Ein Fingertipp am Display im Fahrzeug genügt, um den Paketboten in einen geschützten Bereich des Hauses einzulassen und den Empfang zu quittieren. Das vernetzte Infotainment navigiert den Fahrer nicht nur durch den Verkehr, sondern auch durch die Aufgaben des ganzen Tages. Der Soulmate ermöglicht einen durchgängigen Zugriff auf Online-Dienste und Smartphone-Apps.

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