Ältere Versionen betroffen: Microsoft stellt Support für Internet-Explorer ein

Das Ende des Internet Explorers naht. Microsoft hat den Support für ältere Versionen des Browsers eingestellt. Sicherheitsupdates wird es nur noch für den Internet Explorer 11 geben. Nutzer sollten dringend auf die neuste Version updaten.

(Foto: Microsoft)

Microsoft entledigt sich allmählich seiner Altlasten: Wie bereits Mitte 2014 angekündigt, hat der Software-Riese zum 12. Januar 2016 den Support für die Internet Explorer-Versionen 8 bis 10 eingestellt. Damit wird nur noch der Internet Explorer 11 mit Sicherheitsupdates verfolgt. Von dem Support-Ende ist laut Zahlen von Net Applications jeder fünfte Internetnutzer betroffen. Der Internet Explorer 8 wurde demnach im Dezember 2015 noch von 8,95 Prozent der Desktop-PCs genutzt. Im Februar letzten Jahres waren es noch 19,08 Prozent. Die Tendenz dürfte nun noch weiter nach unten gehen.

Vor allem in Firmen beruhen zahlreiche Anwendungen noch auf älteren Versionen des Browsers und verhindern so ein Update. In diesem Fall hat Microsoft schon im November 2015 in einem Blogbeitrag eine Hilfestellung für den Umstieg auf den neusten Internet Explorer bereitgestellt. So wurde unter anderem der Enterprise Modus des Explorers verbessert, der eine gewisse Abwärtskompatibilität bietet.

Nutzer von Windows 7 oder 8.1 rät Microsoft auf den Internet Explorer 11 zu aktualisieren oder auf den mit Windows 10 eingeführten Nachfolger Edge zu wechseln. User von Windows Vista und Windows Server 2008 sollten auf Version 9 Updaten, da es für ihr Betriebssystem den Internet Explorer 11 nicht gibt. Den Support für den IE 9 unter Vista bietet Microsoft noch bis zum April 2017 an. Eine genaue Übersicht, welche Browser-Version noch von welchem Betriebssystem weiter mit Updates unterstützt wird, gibt es hier.

Anwender, die alternative Browser wie Chrome oder Firefox und nicht den Internet Explorer nutzen, sollten aus Sicherheitsgründen ebenfalls alle Updates für den Microsoft-Browser installieren. Da dieser von zahlreichen weiteren Windows-Programmen benutzt wird, bietet sich sonst über Umwege ein potenzielles Einfallstor für Angreifer.