Trainerwechsel im Cloud-Channel: Hardy Köhler verlässt Adobe

Nach sieben Jahren auf verschiedenen Spitzenpositionen im Channel-Management wird Hardy Köhler Adobe im nächsten Jahr verlassen. Sein 2016 auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert.

(Foto: CRN)

Nach dem Weggang von Pep Guardiola vom FC Bayern München kündigt sich auch in der Softwarebranche offenbar kurz vor Weihnachten noch ein überraschender »Trainerwechsel« bei einem Spitzenverein an: Der frisch gebackene Triple-Sieger der CRN Channel-Champion-Awards Hardy Köhler wird Adobe laut der CRN zugetragenen Informationen eines wichtigen Partners des Unternehmens im nächsten Jahr verlassen. Unserer Quelle zufolge sollen die Verhandlungen zur Verlängerung von Köhlers im kommenden Jahr auslaufendem Vertrag trotz der gemeinsam erreichten Erfolge gescheitert sein. Welche Gründe es dafür gibt und ob die Trennung vom Unternehmen, von Köhler selbst ausgehend, oder in beiderseitigem Einvernehmen geschieht, ist bisher nicht bekannt. 2011 stand Köhlers weiterer Verbleib bei Adobe schon einmal auf der Kippe, damals konnten sich beide Seiten jedoch noch einigen. Dieses Mal ist das Ende der Vertragsbeziehung unseren Informationen zufolge jedoch bereits endgültig besiegelt. Demnach könnte Köhler Adobe sogar schon in der ersten Jahreshälfte und damit noch vor dem Ablauf seines aktuellen Kontrakts verlassen. Adobe möchte sich auf Anfrage von CRN nicht offiziell zu dieser Personalie äußern, dementiert die Meldung jedoch nicht. Auch Köhler selbst, der wie der Bayern-Trainer offenbar bereits im Weihnachtsurlaub ist, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Köhler war Anfang 2009 nach über 13 Jahren bei IBM zu Adobe gekommen und hatte dort zunächst die Verantwortung für den Channel in der DACH-Region übernommen. Nach einer erfolgreichen Umstrukturierung des Partnerprogramms, die im gesamten Unternehmen international für Aufmerksamkeit gesorgt hatte, und der gelungenen Einführung der neuen Mietmodelle aus der Cloud im Channel, war Köhler 2013 zum Senior Director SMB Sales EMEA befördert worden. Mit dieser Erfolgsbilanz dürfte es jedenfalls genug Unternehmen in der ITK-Branche geben, die ein gesteigertes Interesse daran hätten, sich den erfahrenen und gut vernetzten Manager für ihr Channel-Team zu sichern. Mögliche neue Arbeitgeber für Köhler wären beispielsweise Microsoft und SAP, mit denen der versierte »Channel-Fuchs« bereits in der Vergangenheit in engem Kontakt stand und über einen möglichen Wechsel verhandelt haben soll.

Kommentare (3) Alle Kommentare

Antwort von Channel Fuchs , 18:33 Uhr(von der Redaktion bearbeitet)

Ja klar, dass bezweifele ich auch nicht. 2011 hatten wir das Thema, aber auch schon mal und dann blieb er da und darüber las man dann auch nichts.

CRN-Redaktion

Ja, auch damals war uns das bekannt, wollten wir aber über Umorientierungs-Gedankenspiele von Managern in unserer Branche schreiben: wir können zumindest monatlich eine Rubrik dazu füllen.

Mit besten Grüßen

Martin Fryba

Antwort von Martin Fryba , 13:03 Uhr

CRN recherchiert alle Meldungen sehr sorgfällig, vor allem, wenn es um Personalien geht. So jedenfalls war der Stand der Dinge am 22.12.15.

Martin Fryba

CRN-Chefredakteur

Antwort von Channel Fuchs , 09:57 Uhr

Ist das jetzt offiziell? Bis dato gab es keine Infos mehr darüber